Banca Monte dei Paschi di Siena Aktie: Consob-Hürde?
Die Anpassung gleicht laut Intesa den Abschlag der Zwischendividende aus; MPS-Aktionäre lehnten alternative Transaktionen ab.

- Je MPS-Aktie nun 1,664 Intesa-Aktien
- Zwischendividende von 0,22 Euro berücksichtigt
- Angebotsbeginn ab 23. November erwartet
- MPS-Aktionäre verwarfen alternative Transaktionen
Intesa Sanpaolo hat am Dienstag das Umtauschverhältnis seiner Übernahmeofferte für Banca Monte dei Paschi di Siena angepasst. Je MPS-Aktie sollen statt 1,600 nun 1,664 neu ausgegebene Intesa-Aktien angeboten werden. Anlass ist die genehmigte Zwischendividende von 0,22 Euro je Intesa-Aktie: Nach Unternehmensangaben gleicht die Anpassung den Dividendenabschlag aus. Medienberichten zufolge bedeutet sie keine Erhöhung des Angebotswerts.
Angebotsstart unter Genehmigungsvorbehalt
Reuters berichtete am Dienstag, dass der Beginn des Angebots für die Woche des 23. November erwartet werde, vorbehaltlich der Genehmigung durch Consob. Intesa-Chef Carlo Messina äußerte sich zuversichtlich hinsichtlich der kartellrechtlichen Freigabe für die Übernahme von MPS. Der erwartete Start steht damit weiterhin unter dem ausdrücklich genannten Genehmigungsvorbehalt.
Aktionäre verwerfen alternative Transaktionen
Die MPS-Aktionäre hatten am 29. Oktober zentrale Vorhaben des Managements abgelehnt. Nach Unternehmensangaben erklärte MPS daraufhin seine Angebote für Banco BPM und Banca Generali für hinfällig. Die Hauptversammlung verweigerte außerdem die vorgeschlagene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien sowie bestimmte Änderungen an den Anreizprogrammen.
Medienberichten zufolge scheiterte auch die geplante Verschmelzung von Mediobanca auf MPS; dagegen stimmten 63,65 Prozent der abgegebenen Stimmen. Abgelehnt wurde zudem eine Kapitalherabsetzung um 4 Milliarden Euro, die mit einer Ausschüttung verbunden war. Damit entfiel der vorgeschlagene Abwehrplan gegen Intesas Übernahmeofferte. Zustimmung erhielt dagegen die Bestellung zweier zuvor kooptierter Verwaltungsratsmitglieder.
Medienberichten zufolge stützte die gestiegene Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Intesa-Übernahme die Erholung der MPS-Aktie nach dem Scheitern der alternativen Transaktionen. Gestern fiel das Papier im Zuge eines breiteren Ausverkaufs italienischer Bankaktien um 1,5%, nachdem die Branche in der vorherigen Sitzung zugelegt hatte.
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