Barclays Aktie: Wachstum dank Vermögensverwaltung
Höhere Gewinne aus Vermögensverwaltung und britischem Kundengeschäft treffen auf verfehlte Prognosen und einen geplanten Personalabbau.

- Aktionärsgewinn steigt um 13 Prozent
- Erträge bleiben hinter Expertenschätzungen zurück
- 5.000 Stellen sollen bis Ende 2026 entfallen
- Aktienrückkauf über 500 Millionen Pfund angekündigt
Barclays steigert im dritten Quartal den Gewinn, verfehlt aber teils die Erwartungen. Die Bank verbindet das Zahlenwerk mit einer Ansage: 5.000 Stellen sollen wegfallen, weil künstliche Intelligenz zunehmend Aufgaben übernimmt.
Gewinn steigt, Erträge bleiben hinter Prognosen
Auf die Aktionäre entfiel ein Überschuss von 1,65 Milliarden Pfund, 13 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die gesamten Erträge legten um drei Prozent auf knapp 7,4 Milliarden Pfund zu. Gestützt wurde das Ergebnis auch dadurch, dass die Bank weniger Geld für drohende Kreditausfälle zurücklegte.
Bei Erträgen und Vorsteuergewinn blieb Barclays allerdings unter dem, was Experten im Schnitt erwartet hatten. Auch die Investmentbank, die Investoren besonders genau beobachten, verfehlte mit ihren Erträgen die Prognosen.
Wo es läuft und wo nicht
Die Vermögensverwaltung für wohlhabende Kunden sowie das Geschäft mit Privat- und Unternehmenskunden in Großbritannien wuchsen spürbar. In der Investmentbank und im US-Privatkundengeschäft stagnierten die Erträge dagegen weitgehend.
Diese Zweiteilung erklärt, warum der Gewinnanstieg an der Börse keinen Schub auslöste. Die Aktie schwankte in London im Tagesverlauf um die Nulllinie und notierte zeitweise bei rund 415 Pence. Am Nachmittag lag sie rund 0,7 Prozent im Minus.
KI-Umbau und Rückkauf
Der Stellenabbau trifft rund fünf Prozent der Belegschaft. Etwa 1.000 Jobs sind laut Bank bereits gestrichen, der Rest soll bis Ende 2026 folgen. Barclays begründet den Schritt mit dem Ziel, Kosten zu senken.
Bankchef C. S. Venkatakrishnan sieht das Institut auf gutem Weg zu den Zielen für die Jahre 2026 bis 2028. Dazu kündigte er einen Aktienrückkauf über eine halbe Milliarde Pfund an. Für 2026 steht damit ein klarer Fahrplan: Der Personalabbau soll bis Jahresende abgeschlossen sein, der Rückkauf folgt danach.
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