Barrick Aktie: Neustart in Mali

Nach der Lösung des Konflikts in Mali nimmt Barrick Mining die volle Goldförderung wieder auf. Analysten haben ihre Kursziele deutlich angehoben und erwarten hohe Cashflows.

Die Kernpunkte:
  • Produktionsstart im strategischen Mali-Komplex
  • Analysten erhöhen Kursziele deutlich
  • Starker operativer Cashflow für 2026 erwartet
  • Aktie profitierte 2025 von hohem Goldpreis

Barrick Mining startet das Jahr 2026 mit einem entscheidenden Erfolg: Ab dem 1. Januar nimmt der Goldproduzent die volle Produktion im strategisch wichtigen Loulo-Gounkoto-Komplex in Mali wieder auf. Nach zwei Jahren Rechtsstreit mit der malischen Regierung konnte das Unternehmen Ende November 2025 eine umfassende Einigung erzielen – ein Meilenstein, der die Aktie im vergangenen Jahr auf eine bemerkenswerte Rallye schickte.

Die Mali-Lösung: 1,5 Milliarden Dollar Cashflow

Die Einigung mit Mali beseitigt eine erhebliche Unsicherheit, die über Monate auf dem Kurs lastete. Barrick zahlt dem malischen Staat 430 Millionen Dollar, die teilweise durch Steuergutschriften verrechnet werden. Im Gegenzug erhält das Unternehmen eine Verlängerung der Betriebslizenz um zehn Jahre.

BMO Capital Markets erwartet für 2026 aus dem Loulo-Gounkoto-Komplex:

  • 1,5 Milliarden Dollar operativen Cashflow
  • Produktion von 670.000 Unzen Gold
  • Vollständigen Betriebsstart ab dem 1. Januar

Die Lösung des Konflikts öffnet den Weg für erhebliche Cashflows, die zuvor blockiert waren.

Analysten heben Kursziele deutlich an

Die Wall Street reagierte mit klaren Signalen. Jefferies erhöhte das Kursziel Anfang Dezember von 46 auf 55 Dollar und stufte Barrick als “Top Pick unter den großen Goldproduzenten” für 2026 ein. BNP Paribas Exane hob die Bewertung von Neutral auf Outperform an und schraubte das Kursziel von 34,50 auf 50 Dollar hoch. Die Investmentbank korrigierte ihre EBITDA-Prognosen für 2026 und 2027 im Schnitt um etwa 12 Prozent nach oben.

Die Analysten-Upgrades spiegeln die verbesserte operative Perspektive wider, nachdem die Mali-Blockade gelöst ist.

Rekordlauf und strategische Neuausrichtung

Das Jahr 2025 bescherte Barrick-Aktionären außergewöhnliche Gewinne: Der Kurs legte um etwa 195 Prozent zu. Treiber war vor allem der Goldpreis, der rund 65 Prozent zulegte – die stärkste Jahresperformance seit 1979. Im dritten Quartal produzierte Barrick 829.000 Unzen Gold und erwirtschaftete einen Rekord-Cashflow von 2,4 Milliarden Dollar.

Das Management nutzte die starke Finanzlage für eine Erhöhung der Quartalsdividende auf 0,175 Dollar je Aktie und weitete das Aktienrückkaufprogramm auf 1,5 Milliarden Dollar aus. Parallel dazu änderte das Unternehmen im Mai 2025 seinen Namen von Barrick Gold Corporation in Barrick Mining Corporation – ein Schritt, der das wachsende Kupfer-Engagement unterstreicht.

Im Dezember genehmigte der Verwaltungsrat zudem die Prüfung eines möglichen Börsengangs für die nordamerikanischen Gold-Assets, darunter Beteiligungen an Nevada Gold Mines und Pueblo Viejo.

Führungswechsel und Marktturbulenzen

Nach dem Abgang von CEO Mark Bristow übernahm Mark Hill als Interim-Chef die Leitung. Hill bringt 30 Jahre Erfahrung in der Bergbauindustrie mit und gilt als treibende Kraft hinter dem vielversprechenden Fourmile-Projekt in Nevada. Die Suche nach einem permanenten CEO läuft.

Ende Dezember erlebte die Aktie zusammen mit dem gesamten Edelmetallsektor eine heftige Korrektur. Silber brach nach einem Hoch über 80 Dollar um mehr als 7 Prozent ein, Gold folgte mit einem Minus von über 4 Prozent. Barrick verlor rund 5 Prozent – eine Bewegung, die eher dem Branchenumfeld als unternehmenseigenen Faktoren geschuldet war.

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 78 Milliarden Dollar und liquiden Mitteln von 5 Milliarden Dollar (Stand: 30. September 2025) verfügt Barrick über eine solide Bilanz. Die volle Wiederaufnahme der Mali-Produktion dürfte im ersten Quartal 2026 die operative Performance deutlich stärken.

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