Barrick Aktie: Profiteur des Goldbooms

Der Goldproduzent profitiert mit Rekord-Cashflows und steigender Produktion vom historischen Goldpreis. Analysten heben Kursziele an, während strategische Überlegungen und ein Führungswechsel die Zukunft prägen.

Die Kernpunkte:
  • Rekord-Cashflows durch Goldpreis über 4.000 Dollar
  • Analysten erhöhen Kursziele und empfehlen Kauf
  • Prüfung einer Börsennotierung für US-Vermögenswerte
  • Führungswechsel nach Rücktritt von CEO Bristow

Der historische Goldpreissprung zum Jahreswechsel 2025/26 verändert die Spielregeln im Rohstoffsektor – und Barrick gehört zu den größten Gewinnern. Rekordergebnisse, ein deutlich aufgewerteter Aktienkurs und ein ganzer Strauß strategischer Schritte zeigen, wie konsequent der Konzern das Umfeld nutzt. Doch wie nachhaltig ist dieser Rückenwind vor dem Hintergrund eines Führungswechsels und möglicher Zyklus-Hochs beim Gold?

Goldrally treibt Rekordergebnisse

Der Ausgangspunkt der aktuellen Barrick-Story ist klar: ein Goldpreis weit über 4.000 US-Dollar je Feinunze. In den ersten Januartagen 2026 kletterte das Edelmetall auf rund 4.375 Dollar. 2025 stand damit ein Plus von 62 % zu Buche, zwischenzeitlich waren es sogar rund 70 %. Zentralbanken haben ihre üblichen Goldkäufe mehr als verdoppelt und sorgen damit für eine ungewöhnlich stabile Nachfragebasis.

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Barrick konnte dieses Umfeld im dritten Quartal 2025 operativ voll ausnutzen. Die Zahlen im Überblick:

  • Operativer Cashflow: 2,4 Mrd. US-Dollar (Rekordniveau)
  • Free Cashflow: 1,5 Mrd. US-Dollar
  • Goldproduktion: 829.000 Unzen, plus 4 % gegenüber dem Vorquartal
  • Umsatzwachstum: 23,2 % gegenüber dem Vorjahr
  • Ergebnis je Aktie (EPS): 0,58 US-Dollar, leicht über den Konsensschätzungen von 0,57 US-Dollar

Die Kombination aus höheren Preisen und steigenden Mengen schlägt damit direkt in Cashflows und Ergebnis durch. Anleger honorierten diese Entwicklung in den vergangenen zwölf Monaten mit einer Kursrally von über 140 %, deutlich oberhalb der breiten Märkte.

Aktuell notiert die Aktie mit 37,52 Euro nur rund 3 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch, liegt aber mehr als 50 % über dem 200-Tage-Durchschnitt – ein deutlicher Hinweis auf den starken Aufwärtstrend der vergangenen Monate.

Analysten ziehen Kursziele an

Die starke operative Entwicklung und das Goldpreisumfeld spiegeln sich inzwischen klar in den Analysteneinschätzungen wider. Das Konsensvotum liegt bei „Buy“, das durchschnittliche Kursziel bei 47,17 US-Dollar.

Einige Beispiele:

  • CIBC erhöhte sein Kursziel auf 50 US-Dollar.
  • UBS hob den Zielkurs auf 47 US-Dollar an und bestätigt ebenfalls ein Kaufvotum.
  • Scotiabank stufte die Aktie von „sector perform“ auf „sector outperform“ hoch.

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 74 Mrd. US-Dollar und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21,27 wird Barrick inzwischen klar als Qualitätswert im Gold- und Kupfersegment gehandelt.

Strategische Weichenstellungen

Geplante IPO-Prüfung für Nordamerika-Assets

Am 1. Dezember 2025 kündigte Barrick an, eine mögliche Börsennotierung seiner nordamerikanischen Goldvermögenswerte zu prüfen. Ein solcher Schritt würde den Wert dieser Projekte transparenter machen und separat am Kapitalmarkt bewerten lassen.

Dass das Management diesen Schritt in einer Phase historisch hoher Goldpreise konkret prüft, deuten Marktbeobachter als Signal, dass man das aktuelle Zyklusniveau aktiv nutzen will, um zusätzlichen Aktionärswert zu heben.

Mehr Kapital für Aktionäre

Parallel dazu zeigt Barrick verstärkte Ausschüttungsbereitschaft. Die Quartalsdividende wurde auf 0,175 US-Dollar angehoben, was einer Jahresrendite von rund 1,6 % entspricht. Zusätzlich kaufte der Konzern im dritten Quartal 2025 Aktien im Volumen von 589 Mio. US-Dollar zurück.

Dividendenanhebung und Rückkäufe untermauern die Botschaft, dass die starken Cashflows nicht nur in Projekte, sondern auch direkt an die Anteilseigner fließen.

Kupfer als zweites Standbein

Barrick positioniert sich bewusst breiter als reiner Goldproduzent. Über das Reko-Diq-Projekt in Pakistan und die Lumwana-Erweiterung in Sambia baut der Konzern seine Kupferbasis aus – ein Rohstoff, der von der globalen Elektrifizierung und dem Ausbau der Energienetze strukturell profitieren soll.

Im dritten Quartal 2025 erreichte die Kupferproduktion 55.000 Tonnen. Für die Zeit nach 2028 trauen Analysten dem Reko-Diq-Projekt jährliche Kupfererlöse von rund 900 Mio. US-Dollar zu. Damit könnte Kupfer mittelfristig zu einem noch wichtigeren Ergebnistreiber neben Gold werden.

Führungswechsel bringt Unwägbarkeiten

Trotz des Rückenwinds gibt es auch Unsicherheitsfaktoren. CEO Mark Bristow trat zum 29. September 2025 zurück. Übergangsweise übernahm Chief Operating Officer Mark Hill die Rolle des Interims-CEO. Hill betonte, den Fokus zunächst auf Leistungsverbesserungen in den Minen in Nevada und in der Dominikanischen Republik legen zu wollen.

Für den Markt sind die nächsten Zahlen daher mehr als nur ein weiteres Quartal. Am 11. Februar 2026 wird Barrick die kommenden Ergebnisse vorlegen – sie werden zeigen, ob der neue Mann an der Spitze die starke Ausgangslage bei Gold und Kupfer operativ fortschreiben kann und wie konsequent die angekündigten strategischen Schritte umgesetzt werden.

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