Barrick Aktie: Rekord und Streit

Barrick Gold meldet ein Rekordquartal mit starken Cashflows und erhöhter Dividende. Der geplante Börsengang der nordamerikanischen Assets wird jedoch durch einen Streit mit Partner Newmont in Nevada überschattet.

Die Kernpunkte:
  • Starke Quartalszahlen mit Rekord-Cashflow
  • Dividende steigt um 140 Prozent an
  • Konflikt mit Newmont in Nevada eskaliert
  • IPO der Nordamerika-Assets für Ende 2026 geplant

Barrick liefert Rekordzahlen und plant mit „NewCo“ einen großen Börsengang in Nordamerika. Doch ausgerechnet in Nevada, dem Herzstück der Strategie, eskaliert ein Konflikt mit Partner Newmont. Kann der Umbau trotzdem wie geplant durchgezogen werden?

Rekordquartal treibt Ausschüttung

Im vierten Quartal 2025 hat Barrick 871.000 Unzen Gold und 62.000 Tonnen Kupfer produziert. Das schlug sich auch finanziell nieder: 6,0 Mrd. US-Dollar Umsatz, 2,73 Mrd. US-Dollar operativer Cashflow und 1,62 Mrd. US-Dollar Free Cashflow.

Die Stärke kommt bei Aktionären direkt an. Der Vorstand genehmigte eine Quartalsdividende von 0,42 US-Dollar je Aktie – ein Plus von 140% gegenüber dem dritten Quartal 2025. Stichtag für die Eintragung ist der 27. Februar 2026, die Auszahlung ist für den 16. März 2026 geplant.

Auch operativ passten die Signale: Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 1,04 US-Dollar über der Analystenschätzung von 0,85 US-Dollar. Für das Gesamtjahr meldete Barrick 16,96 Mrd. US-Dollar Umsatz; die Jahresziele für Gold (3,26 Mio. Unzen) und Kupfer (220.000 Tonnen) wurden erreicht.

„Super-Margen“ dank Tier-One-Minen

Der Hintergrund für die starken Cashflows liegt laut Unternehmen vor allem in der Kosten-Preis-Schere. Barrick spricht bei seinen „Tier-One“-Assets – Minen mit mehr als 500.000 Unzen Jahresproduktion über mindestens zehn Jahre und niedrigen Kosten – inzwischen von rund 70% Bruttomarge.

Entscheidend ist dabei der Abstand zwischen Goldpreis und Förderkosten: Barrick nennt für 2026 All-in Sustaining Costs (AISC) von 1.760 bis 1.950 US-Dollar je Unze. Bei hohen Spotpreisen entsteht so ein Margenpolster, das Dividenden und Umbaupläne finanziell erst möglich macht.

IPO-Pläne treffen auf Nevada-Konflikt

Strategisch setzt Barrick auf eine Abspaltung der nordamerikanischen Gold-Assets in eine neue, separat börsennotierte Einheit („NewCo“). Die Bewertung: rund 42 Mrd. US-Dollar. Geplant ist, Ende 2026 etwa 10% bis 15% der Gesellschaft an die Börse zu bringen. In NewCo sollen unter anderem Barricks 61,5%-Anteil an Nevada Gold Mines (NGM), Pueblo Viejo (Dominikanische Republik) und die Fourmile-Entdeckung in Nevada gebündelt werden.

Gerade Nevada wird jetzt zum Risiko. Newmont hat am 3. Februar 2026 eine formelle Default Notice an Barrick geschickt. Der Vorwurf: Barrick habe systematisch Ressourcen aus dem gemeinsamen NGM-Komplex zu einem Projekt abgezogen, das ausschließlich Barrick gehört. Newmont pocht zudem auf Rechte, Unternehmensübertragungen zu blockieren, und fordert tiefgreifende Änderungen beim NGM-Betrieb.

Barrick weist die Vorwürfe zurück, verweist aber darauf, vertraglich in öffentlichen Aussagen eingeschränkt zu sein. Kurzfristig hängt viel am Ablauf einer 30-tägigen „Remedy“-Frist, die Anfang März 2026 endet. Parallel unterstreicht Barrick die Bedeutung von Fourmile: Dort wurde die ausgewiesene Ressource zum zweiten Jahr in Folge verdoppelt; das Bohrbudget soll 2026 auf 150 bis 160 Mio. US-Dollar steigen (nach 91 Mio. US-Dollar 2025).

Konkreter Termin für den nächsten Belastungstest ist der 6. Mai: Dann legt Barrick die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor – und der Markt bekommt ein frühes Update, wie stabil Cashflows und Umbaupläne unter CEO Mark Hill laufen, der im Februar 2026 dauerhaft bestätigt wurde.

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