Barrick Gold Aktie: Newmont blockiert
Der geplante Spin-off von Barricks nordamerikanischen Minen hängt an der Zustimmung von Joint-Venture-Partner Newmont, die ein Vetorecht besitzt. Die Aktie erreicht trotz der Unsicherheit ein neues Jahreshoch.

- Newmont besitzt Vetorecht gegen geplanten Asset-Spin-off
- Geplanter Börsengang mit geschätztem Wert von 42 Mrd. USD
- Entwicklung des Schlüsselprojekts Fourmile benötigt Newmont-Kapital
- Aktie notiert auf neuem 52-Wochen-Hoch
Barrick Gold will seine nordamerikanischen Assets abspalten und an die Börse bringen – doch der Plan hängt am seidenen Faden. Wie am Freitag bekannt wurde, hat Joint-Venture-Partner Newmont ein Vetorecht über den Deal. Die Aktie kletterte dennoch auf ein neues 52-Wochen-Hoch.
Newmont sitzt am längeren Hebel
Das Kernproblem: Newmont besitzt laut SEC-Unterlagen ein Vorkaufsrecht auf Barricks 61,5-Prozent-Anteil an Nevada Gold Mines (NGM), dem wichtigsten nordamerikanischen Asset. Jede Übertragung von Anteilen erfordert die Zustimmung beider Partner. Will Barrick seine Beteiligung in eine eigenständige Gesellschaft einbringen und diese an die Börse bringen, muss Newmont grünes Licht geben.
Der geplante Börsengang umfasst neben NGM auch die Pueblo-Viejo-Mine in der Dominikanischen Republik sowie das noch unerschlossene Fourmile-Projekt in Nevada. Analysten schätzen den Wert der nordamerikanischen Sparte auf rund 42 Milliarden US-Dollar.
Fourmile als Stolperstein
Erschwerend kommt hinzu: Barrick benötigt für die Entwicklung von Fourmile, das künftige Flaggschiff-Projekt, Kapital von Newmont. Doch Newmonts designierte CEO Natasha Viljoen machte im Oktober 2025 deutlich, dass das Unternehmen erst weitere Informationen von Barrick abwarten wolle, bevor es zusätzliches Geld bereitstellt.
Die Konstellation ist heikel: Ohne Newmonts Zustimmung kann Barrick den Börsengang nicht durchziehen. Ohne frisches Kapital für Fourmile fehlt ein zentraler Baustein der Wachstumsstrategie.
Führungswechsel und Quartalszahlen im Fokus
Barrick durchläuft derzeit einen Führungswechsel. Interim-CEO Mark Hill muss die Verhandlungen mit Newmont führen, während die Suche nach einem dauerhaften CEO läuft. Seit 1. März 2026 verstärkt Helen Cai als neue CFO das Management. Die langjährige Investmentbankerin bringt Erfahrung aus M&A-Transaktionen mit – Fähigkeiten, die in der aktuellen Situation gefragt sind.
Am 5. Februar 2026 legt Barrick die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Anleger erwarten konkretere Aussagen zum Spin-off und zur Zusammenarbeit mit Newmont. Für 2026 rechnen Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 3,39 US-Dollar – ein Plus von 48,6 Prozent gegenüber 2025.
Die Aktie profitiert vom hohen Goldpreis und legte 2025 um 130 Prozent zu. Doch ohne Klärung der Newmont-Frage bleibt die weitere Entwicklung ungewiss.
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