Barrick Gold Aktie: Stabiler Aufschwung
Barrick Gold hat das Mali-Risiko durch eine Einigung beigelegt und prüft die Ausgliederung nordamerikanischer Assets. Die Aktie profitiert mit einem neuen Jahreshoch.

- Einigung im Mali-Konflikt mit Zahlung von 430 Mio. USD
- Prüfung eines Börsengangs nordamerikanischer Gold-Assets
- Aktienkurs erreicht neues 52-Wochen-Hoch
- Ausblick auf Quartalszahlen und IPO-Update im Februar
Barrick Gold sorgt zu Jahresbeginn für Kontrastprogramm im Minensektor. Während die Branche über mögliche Mega-Fusionen spekuliert und mit erhöhter Volatilität lebt, punktet der Konzern mit geklärten Risiken und klaren strategischen Plänen. Im Mittelpunkt stehen die endgültige Befriedung des Mali-Konflikts und die mögliche Abspaltung der nordamerikanischen Gold-Assets über einen Börsengang.
Mali-Risiko weitgehend ausgeräumt
Die langwierige Unsicherheit rund um die Minen in Mali ist seit Ende November 2025 vom Tisch. Das Loulo-Gounkoto-Komplex, eines der wichtigsten Assets des Konzerns, arbeitet wieder unter normalen Bedingungen. Grundlage ist eine Vereinbarung vom 24. November 2025 mit der malischen Militärregierung, die einen zweijährigen Streit beendet hat – inklusive zwischenzeitlicher vorläufiger Verwaltung und Festsetzung von Mitarbeitern.
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Kernpunkte des Vergleichs:
- Zahlung von rund 430 Millionen US-Dollar (244 Mrd. CFA-Francs) an den Staat Mali
- Anerkennung des malischen Bergbaugesetzes von 2023
- Aufhebung der vorläufigen Administration und volle Rückgabe der operativen Kontrolle an Barrick
- Verlängerung der Loulo-Abbaulizenz um weitere zehn Jahre
Damit verschwindet ein wesentlicher geopolitischer Abschlag, der die Bewertung der Aktie zuvor belastet hatte. Anleger können sich wieder stärker auf die Cashflows aus Loulo-Gounkoto konzentrieren, das in früheren Jahren mehr als 723.000 Unzen Gold lieferte und ein zentraler Ergebnisträger im Konzernverbund bleibt.
Strategische Neuausrichtung mit Nordamerika-Fokus
Mit dem geklärten Mali-Dossier rückt die strategische Agenda in den Vordergrund. Seit 1. Dezember 2025 läuft eine Überprüfung der nordamerikanischen Vermögenswerte. Barrick prüft konkret einen Börsengang dieser Gold-Assets, um deren Bewertungsniveau als „sichere Jurisdiktion“ stärker herauszuarbeiten.
Im Fokus stehen dabei vor allem:
- das Nevada Gold Mines Joint Venture
- das Pueblo Viejo Joint Venture
Geplant ist eine eigenständige Einheit, die Investoren ein fokussiertes Engagement in Goldprojekten mit geringer geopolitischer Unsicherheit bieten soll. Der Schritt passt zum aktuellen Marktumfeld: Goldaktien erleben Anfang 2026 wieder stärkere Nachfrage, gestützt von anhaltend hohen Goldpreisen und neuer Fantasie durch Fusionsspekulationen, ausgelöst von den jüngsten Berichten über mögliche Gespräche zwischen Rio Tinto und Glencore.
Barrick hat über die vergangenen zwölf Monate viele Wettbewerber hinter sich gelassen. Der Abbau des Mali-Risikos war dabei ein wesentlicher Treiber – er half, eine zuvor aufgerissene Bewertungslücke zu schließen und den Kurs wieder näher an das Branchenniveau heranzuführen.
Kursseitig spiegelt sich das in einem deutlichen Aufwärtstrend wider: Die Aktie hat sich auf Jahressicht um rund 180 % verteuert und markierte heute mit 42,34 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch.
Ausblick: Zahlen und IPO-Update im Februar
Der nächste klare Termin steht bereits fest: Im Februar 2026 legt Barrick die Zahlen für das Gesamtjahr und das vierte Quartal 2025 vor. Das Management hat angekündigt, bei dieser Gelegenheit detailliert über den Stand der geplanten Nordamerika-IPO-Struktur zu informieren.
Analysten dürften besonders auf drei Punkte schauen:
- Wie schlägt sich die Einmalzahlung an Mali in den Q4-Zahlen nieder?
- Welche Produktions- und Kostenprognosen gibt es für 2026 unter den neuen fiskalischen Rahmenbedingungen in Mali?
- Welche konkreten Optionen und Zeitpläne legt das Management für einen möglichen Börsengang der nordamerikanischen Assets auf den Tisch?
Technisch bleibt das Bild konstruktiv: Die Aktie notiert deutlich über ihren mittelfristigen Durchschnittswerten, während der RSI mit rund 28 auf ein eher abgekühltes Momentum hindeutet. In einem Sektor, der auf eine neue Konsolidierungswelle zusteuert, geht Barrick mit bereinigter Risiko-Situation, solider Bilanz und klaren strategischen Hebeln in die nächsten Wochen – der Februar-Termin wird damit zum zentralen Gradmesser für die weitere Story.
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