Barrick Mining Aktie: 3,0 Milliarden für Rückkäufe
Barrick Gold plant offenbar Abspaltung seiner Afrika-Sparte. Der Goldpreisverfall drückt die Aktie, während ein milliardenschweres Rückkaufprogramm stützen soll.

- Goldpreis-Schwäche belastet Aktie
- Afrika-Sparte vor möglicher Abspaltung
- Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm
- Produktionsausblick für zweites Quartal
Barrick Gold kämpft an zwei Fronten. Während der starke US-Dollar den gesamten Goldsektor belastet, verdichten sich hinter den Kulissen die Zeichen für eine massive Neuausrichtung des Afrika-Portfolios.
Die erste Sitzung der US-Notenbank unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh sorgt für Unruhe an den Rohstoffmärkten. Seine restriktive Haltung stützt den Dollar und schickt den Goldpreis auf Mehrwochentiefs. In diesem Umfeld verlor die Barrick-Aktie innerhalb von sieben Tagen fast zehn Prozent an Wert.
Am Mittwoch schloss das Papier bei 51,44 CAD. Damit summieren sich die Verluste im vergangenen Monat auf 11,40 Prozent. Mit einem Relative-Stärke-Index von 38,4 nähert sich der Titel nun technisch überverkauften Regionen.
Marktbeobachter spekulieren derweil über eine strategische Abspaltung der afrikanischen Einheiten. Ein separater Börsengang in London oder eine Fusion mit Endeavour Mining könnten die Konzernstruktur vereinfachen. Schätzungen bewerten diese Vermögenswerte auf 14 bis 33 Milliarden Dollar.
Indes prüft das Management die Sicherheits- und Beschaffungsstrategien für das Reko-Diq-Projekt in Pakistan. Ziel dieser formalen Überprüfung ist es, neue internationale Geldgeber für das Kupfer-Gold-Vorhaben zu gewinnen.
Operativ hält der Konzern Kurs. Für das zweite Quartal peilt Barrick eine Goldproduktion zwischen 730.000 und 770.000 Unzen an. Im ersten Jahresviertel lag dieser Wert noch bei 719.000 Unzen.
Um den Aktienkurs zu stützen, hat das Board ein Rückkaufprogramm über 3,0 Milliarden Dollar genehmigt. Hinzu kommt die Quartalsdividende von 0,175 Dollar je Aktie.
Im August folgen die vollständigen Ergebnisse für das zweite Quartal. Im Fokus stehen dann die Kostenkontrolle und der Fortschritt beim geplanten Börsengang der nordamerikanischen Assets.
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