Barrick Mining Aktie: 5,2 Prozent Minus nach Restrukturierung

Barrick Gold kündigt Börsengang von Minen und flexible Dividende an. Analysten sehen Risiken für Wachstum, während Großinvestoren halten.

Die Kernpunkte:
  • Nordamerikanische Minen werden ausgegliedert
  • Neue Dividendenpolitik an Performance gekoppelt
  • Aktie verliert nach Ankündigung über fünf Prozent
  • Goldpreisrückgang belastet gesamten Sektor

Barrick Mining durchlebt eine turbulente Woche. Der kanadische Goldkonzern kündigte eine weitreichende Restrukturierung an — die Reaktion der Anleger fiel verhalten aus.

Das Unternehmen plant, seine nordamerikanischen Goldminen separat an die Börse zu bringen. Parallel dazu führt Barrick eine performanceabhängige Dividendenpolitik ein. Die Idee: In guten Zeiten sollen Aktionäre stärker profitieren.

Doch der Markt reagierte mit Skepsis. Die Aktie verlor am Donnerstag bis zu 5,2 Prozent. Analysten befürchten, dass höhere Dividendenzahlungen den Spielraum für Wachstumsprojekte einschränken könnten.

Goldpreis unter Druck

Hinzu kommt ein schwieriges Umfeld für den gesamten Sektor. Der Goldpreis fiel auf rund 4.100 bis 4.150 Dollar je Feinunze. Auslöser: Die US-Regierung erklärte eine Absichtserklärung mit Iran für beendet. Ölpreise und Anleiherenditen zogen daraufhin an.

Seit seinem Januar-Hoch von über 5.500 Dollar hat Gold rund 26 Prozent eingebüßt. Starke Abflüsse aus Gold-ETFs und ein fester Dollar setzen die Branche zusätzlich unter Druck.

Institutionelle bleiben treu

Trotz der Kursschwäche halten große Investoren an Barrick fest. Rund 91 Prozent der Aktien liegen bei institutionellen Anlegern. Cvfg LLC stockte im ersten Quartal um 105.480 Anteile auf. Auch Capital International Investors und Van Eck erhöhten ihre Positionen.

BofA Securities senkte das Kursziel für Barrick von 58 auf 56 Dollar, belässt es aber bei „Buy“. Das KGV liegt aktuell bei 10,1, die Dividendenrendite bei 2,3 Prozent. Der Free-Cashflow-Rendite von 8,2 Prozent verleiht dem Papier immerhin eine attraktive Bewertung.

Die nächste Richtungsentscheidung für Goldminen fällt bei der Fed. Das Juni-Sitzungsprotokoll zeigt: 9 von 18 Mitgliedern erwarten mindestens eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr. Höhere Zinsen belasten Gold — das bleibt der zentrale Risikofaktor für Barrick. Die kommenden Produktionszahlen müssen zeigen, ob der Konzern operative Effizienz gegen sinkende Goldpreise stemmen kann.

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