Barrick Mining Aktie: Aufholjagd bleibt aus?

Newmont verklagt Barrick wegen angeblicher Ressourcenumleitung im Joint Venture Nevada Gold Mines. Ein Gerichtsverfahren droht die Partnerschaft zu belasten.

Die Kernpunkte:
  • Newmont reicht Klage gegen Barrick ein
  • Vorwurf der Ressourcenumleitung zum Fourmile-Projekt
  • NGM macht 60% von Barricks Marktwert aus
  • Erste Anhörungen für Mai 2026 geplant

Zwei der größten Goldproduzenten der Welt streiten sich um ihr wichtigstes gemeinsames Asset — und der Konflikt wird gerade teurer. Newmont hat Barrick Mining wegen mutmaßlicher Misswirtschaft beim Nevada Gold Mines Joint Venture verklagt. Gespräche laufen noch. Eine Einigung ist nicht in Sicht.

Vorwurf: Ressourcen abgezweigt

Der Kern des Streits: Newmont wirft Barrick vor, Ressourcen aus dem gemeinsamen Betrieb Nevada Gold Mines (NGM) für das eigene Fourmile-Projekt umgeleitet zu haben. Am 3. Februar schickte Newmont eine formelle Verzugsmitteilung. Die 30-tägige Frist zur Abhilfe lief im März ohne Ergebnis ab. Seitdem läuft ein formelles Gerichtsverfahren in Nevada. Erste Anhörungen sind für Mai 2026 angesetzt.

Beim NGM-Joint-Venture hält Barrick 61,5 Prozent und betreibt die Anlage. Newmont hält 38,5 Prozent. Barrick besetzt drei der fünf Verwaltungsratssitze, Newmont zwei. Dieser strukturelle Nachteil erklärt, warum Newmont den Rechtsweg gewählt hat.

Was auf dem Spiel steht

Für Barrick ist NGM keine gewöhnliche Beteiligung. RBC-Analyst Josh Wolfson schätzt, dass das Asset rund 60 Prozent von Barricks Marktwert ausmacht. Fällt dieser Anker weg — oder wird er durch einen langen Rechtsstreit belastet — verliert die Aktie ihren zentralen Bewertungsanker.

Hinzu kommt Barricks Plan, das nordamerikanische Geschäft auszugliedern und später 10 bis 15 Prozent der neuen Gesellschaft zu verkaufen. Diese NewCo würde die NGM-Beteiligung, das Pueblo-Viejo-Joint-Venture und das Fourmile-Projekt bündeln. Newmont hat vertraglich ein Vorkaufsrecht bei Transaktionen, die das Joint Venture betreffen. Das macht jeden Verkauf komplizierter.

Barrick-CEO Mark Hill ließ ausrichten: „Wir sind anderer Meinung als Newmont, aber wir sind dem konstruktiven Dialog verpflichtet.“

Produktion steigt, Probleme bleiben

Operativ läuft NGM besser als im Vorjahr. Newmonts Anteil an der Produktion stieg im ersten Quartal 2026 auf 236.000 Unzen Gold — nach 216.000 Unzen im Vorjahreszeitraum. Das ändert nichts an der rechtlichen Lage.

Barrick selbst kämpft mit einem längeren Produktionsrückgang. Die Gesamtförderung fiel 2025 um 17 Prozent auf 3,26 Millionen Unzen — der niedrigste Stand seit mindestens 25 Jahren. Für 2026 plant Barrick zwischen 2,90 und 3,25 Millionen Unzen.

Die nächsten Wochen bringen konkrete Wegmarken: Am 8. Mai hält Barrick seine Hauptversammlung ab. Am 11. Mai folgen die Quartalszahlen für Q1 2026. Beide Termine dürften zeigen, wie das Management den Spagat zwischen Rechtsstreit, Produktionsdruck und IPO-Ambitionen kommuniziert.

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