Barrick Mining Aktie: Ausgeprellte Erwartungen?
Der Bergbaukonzern stoppt sein Schlüsselprojekt in Pakistan bis 2027 und treibt parallel die milliardenschwere Abspaltung seiner Nordamerika-Aktivitäten voran.

- Sicherheitslage in Pakistan erzwingt Projektstopp
- Geplanter Börsengang der US-Vermögenswerte
- Signifikante Kostensteigerungen und Verzögerungen
- Sechster Produktionsrückgang in Folge
Der kanadische Goldproduzent Barrick Mining muss bei seinem wichtigsten Kupferprojekt vorerst pausieren. Wegen massiver Sicherheitsbedenken in Pakistan ruhen die Entwicklungsarbeiten an der Reko-Diq-Mine bis mindestens Mitte 2027. Während das Management parallel die milliardenschwere Abspaltung des Nordamerika-Geschäfts vorantreibt, türmen sich an anderen Fronten rechtliche und finanzielle Hürden auf.
Sicherheitsrisiken erzwingen Projektstopp
Die offizielle Mitteilung vom 2. April 2026 markiert einen empfindlichen Rückschlag für die langfristige Ausrichtung des Konzerns. Barrick sieht sich gezwungen, die Aktivitäten rund um die Reko-Diq-Mine in der pakistanischen Provinz Belutschistan drastisch zu verlangsamen. Die angespannte Sicherheitslage vor Ort lässt dem Management keine andere Wahl, als das Vorhaben einer umfassenden Prüfung zu unterziehen.
Die Konsequenzen für die Bilanz dürften spürbar ausfallen. Das Unternehmen rechnet mit signifikanten Kostensteigerungen und zeitlichen Verzögerungen. Ursprünglich waren für die erste Bauphase bis zu 6,0 Milliarden US-Dollar und für Phase zwei weitere 3,3 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Diese Schätzungen sind nun hinfällig, das Projekt wird vorerst mit reduziertem Kapitalaufwand verwaltet.
Mit geschätzten 15 Millionen Tonnen Kupferreserven galt Reko Diq als zentraler Baustein, um in die erste Liga der Kupferproduzenten aufzusteigen. Die Mine sollte über eine Lebensdauer von 37 Jahren einen freien Cashflow von über 70 Milliarden US-Dollar generieren. Die zeitliche Verschiebung wirft fundamentale Fragen auf, unter welchen Bedingungen das Vorhaben künftig überhaupt finanziert und realisiert werden kann.
Nordamerika-Börsengang als Gegenpol
Ungeachtet der Probleme in Südasien treibt der Konzern den Umbau seines Portfolios voran. Barrick hat Goldman Sachs und den Berater Michael Klein mandatiert, um einen Börsengang der nordamerikanischen Vermögenswerte zu strukturieren. Eine solche Abspaltung könnte die lukrativen Minen in den USA und der Dominikanischen Republik mit über 60 Milliarden US-Dollar bewerten. Dieser Schritt würde das stabile Geschäft von politisch riskanten Regionen wie Mali und Pakistan trennen.
Allerdings verläuft auch dieser Prozess nicht reibungslos. Ein Streit mit dem Joint-Venture-Partner Newmont über das Fourmile-Projekt in Nevada sorgt für juristischen Gegenwind. Newmont wirft Barrick vor, vertragliche Vereinbarungen verletzt zu haben. Zudem belasten neu bekannt gewordene Gewinnbeteiligungen zugunsten von Teck Resources die Bewertung der Anlagen. All dies geschieht in einer operativen Schwächephase: Im vergangenen Jahr verzeichnete Barrick den sechsten Produktionsrückgang in Folge und fiel auf den tiefsten Ausstoß seit 25 Jahren.
Die kurzfristige Entwicklung des Bergbaukonzerns hängt nun maßgeblich vom Erfolg des geplanten Nordamerika-Börsengangs ab. Bis zum Abschluss der Projektprüfung Mitte 2027 bleibt die Kupfer-Wachstumsfantasie durch Reko Diq vorerst blockiert. Erst nach dieser Evaluierung wird Barrick den Markt über die neuen, voraussichtlich deutlich höheren Kapitalanforderungen für das Pakistan-Projekt informieren.
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