Barrick Mining Aktie: Beeindruckende Geschäftsentwicklung
Der Bergbauriese Barrick verzeichnete trotz jüngster Goldpreisturbulenzen eine starke Halbjahresperformance und plant die Abspaltung seiner nordamerikanischen Assets. Für 2026 werden höhere Kosten und eine leicht sinkende Produktion erwartet.

- Starke Halbjahresperformance übertrifft Wettbewerber
- Rekord-Cashflow trotz rückläufiger Goldproduktion
- Geplante Abspaltung nordamerikanischer Assets bis 2026
- Neue Dividendenpolitik und Aktienrückkäufe beschlossen
Der kanadische Bergbauriese Barrick Mining erlebte diese Woche eine heftige Kurskorrektur, als der Goldpreis von Rekordhochs abstürzte. Doch die Erholung des Edelmetalls bringt die Aktie bereits wieder auf Kurs – während gleichzeitig die geplante Abspaltung der nordamerikanischen Assets voranschreitet.
Goldpreis-Turbulenzen belasten zunächst
Die Barrick-Aktie brach bis Dienstagnachmittag um 8,7% ein – einer der schärfsten Tagesrückgänge seit langem. Der Auslöser: Gold war nach einer kurzen Rally zum Wochenauftakt kräftig unter Druck geraten.
Ende Februar hatte die Feinunze Gold noch bei 5.278 US-Dollar notiert. Nach geopolitischen Spannungen im Nahen Osten stieg der Preis am Montag kurzzeitig auf 5.416 Dollar, bevor er auf rund 5.102 Dollar zurückfiel – ein Minus von knapp 4% gegenüber dem Vortagesschluss.
Die Begründung: Kriegsbedingte Inflation könnte die US-Notenbank Fed davon abhalten, die Zinsen zu senken. Das dämpfte die Attraktivität von Gold. Bis zum 5. März hatte sich das Edelmetall aber wieder auf über 5.100 Dollar stabilisiert.
Halbjahresperformance überragt Konkurrenz
Trotz der Turbulenzen bleibt das große Bild intakt. In den vergangenen sechs Monaten legte die Barrick-Aktie um 61,3% zu – getrieben von Rekord-Goldpreisen und überzeugenden Geschäftszahlen.
Zum Vergleich: Der Zacks Mining-Gold-Index stieg im selben Zeitraum um 53%, der S&P 500 nur um 6,1%. Wettbewerber wie Newmont (+57,6%), Kinross Gold (+50,8%) und Agnico Eagle (+50,9%) blieben ebenfalls hinter Barrick zurück.
Der Höhenflug des Goldes in 2025 hatte mehrere Treiber: globale Handelskonflikte durch US-Importzölle, geopolitische Unsicherheit und massive Goldkäufe von Zentralbanken weltweit.
Q4 2025: Rekord-Cashflow bei sinkender Produktion
Das vierte Quartal 2025 brachte Licht und Schatten. Der operative Cashflow erreichte mit 2,73 Milliarden Dollar ein Rekordniveau, der Free Cashflow kletterte auf 1,62 Milliarden Dollar – Anstiege um 13% bzw. 9% gegenüber Q3. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,43 Dollar, bereinigt bei 1,04 Dollar (plus 88% bzw. 79% zu Q3).
Die Kehrseite: Die Goldproduktion sank um rund 19% im Jahresvergleich auf 871.000 Unzen in Q4. Über das Gesamtjahr ging die Förderung um 17% zurück. Hauptgrund war die zeitweise Aussetzung der Arbeiten in der Mine Loulo-Gounkoto.
Gleichzeitig stiegen die Kosten. Die Cash-Kosten je Unze legten um etwa 15% zu, die All-in Sustaining Costs (AISC) um 9% auf 1.581 Dollar je Unze.
Ausblick 2026: Höhere Kosten, IPO-Pläne
Für 2026 rechnet Barrick mit einer Goldproduktion zwischen 2,90 und 3,25 Millionen Unzen – nach 3,26 Millionen Unzen in 2025 (bereinigt: 3,03 Millionen nach Veräußerungen). Das deutet auf einen leichten Rückgang hin.
Die AISC sollen auf 1.760 bis 1.950 Dollar je Unze steigen, die Cash-Kosten auf 1.330 bis 1.470 Dollar (nach 1.199 Dollar in 2025). Gründe sind niedrigere Erzgehalte, gestiegene Rohstoffpreise und höhere Annahmen für den Goldpreis. Auch die Wiederaufnahme bei Loulo-Gounkoto nach der Rückgabe der Kontrolle im Dezember belastet die Kostenbasis.
Nordamerika-Börsengang nimmt Form an
Strategisch bedeutsam: Barrick treibt die Abspaltung seiner nordamerikanischen Assets voran. Der Börsengang der neuen Einheit „NewCo“ soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. NewCo umfasst die Joint-Venture-Anteile an Nevada Gold Mines und Pueblo Viejo sowie das vollständig im Besitz befindliche Fourmile-Goldprojekt in Nevada.
Bei Fourmile verdoppelte das Team die nachgewiesenen Goldressourcen zum zweiten Mal in Folge: 2,6 Millionen Unzen indizierte Ressourcen bei 17,59 Gramm pro Tonne und 13 Millionen Unzen abgeleitete Ressourcen.
Neue Dividendenpolitik und Rückkäufe
Barrick zahlt künftig 50% des zurechenbaren Free Cashflows als Dividende aus – aufgeteilt in eine feste Basisdividende von 0,175 Dollar pro Quartal und eine leistungsabhängige Jahresendkomponente. Die Q4-Dividende wird am 16. März 2026 an Aktionäre mit Stichtag 27. Februar ausgezahlt.
Im vierten Quartal kaufte Barrick rund 12,11 Millionen eigene Aktien zurück. Im Gesamtjahr waren es etwa 51,90 Millionen Aktien – rund 3% der ausstehenden Papiere – für insgesamt 1,5 Milliarden Dollar.
Charttechnik und Bewertung
Die Aktie rutschte am 3. März unter ihren 50-Tage-Durchschnitt, notiert aber weiterhin über dem 200-Tage-Durchschnitt. Das deutet auf einen intakten Aufwärtstrend hin. Seit dem Golden Cross am 9. April 2025 verläuft die 50-Tage-Linie oberhalb der 200-Tage-Linie – ein bullisches Signal.
Das Forward-KGV liegt bei 12,41 und damit rund 8% unter dem Branchendurchschnitt von 13,47. Auch gegenüber Wettbewerbern wie Agnico Eagle, Newmont und Kinross Gold ist Barrick günstiger bewertet.
Fundamentaldaten im Überblick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| 6-Monats-Performance | +61,3% |
| Q4 2025 operativer Cashflow | 2,73 Mrd. USD |
| Q4 2025 Free Cashflow | 1,62 Mrd. USD |
| Q4 2025 Goldproduktion | 871.000 oz |
| 2026 Produktionsprognose | 2,90–3,25 Mio. oz |
| 2026 AISC-Prognose | 1.760–1.950 USD/oz |
| Quartalsdividende | 0,175 USD/Aktie |
| Forward-KGV | 12,41 |
| Marktkapitalisierung | ~75,86 Mrd. USD |
Die Gewinnschätzungen für Barrick wurden in den vergangenen 60 Tagen nach oben revidiert. Analysten erwarten für 2026 ein Gewinnwachstum von 49,6%, für 2027 von 19,1%. Die anstehende Nordamerika-Abspaltung und die neue aktionärsfreundliche Dividendenpolitik bieten zusätzliche Perspektiven – auch wenn steigende Kosten und schwächere Produktionsvolumina im Auge zu behalten bleiben.
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