Barrick Mining Aktie: Belastungsprobe voraus?

Trotz operativer Rekordgewinne wird die Barrick-Aktie durch geopolitischen Konflikt und einen Streit mit Partner Newmont belastet. Der Zeitplan für den geplanten Börsengang der US-Aktivitäten steht auf dem Spiel.

Die Kernpunkte:
  • Starke operative Zahlen mit Rekord-Cashflow
  • Aktie leidet unter geopolitischen Spannungen
  • Streit mit Partner Newmont um Nevada-Projekt
  • Zeitplan für Börsengang "NewCo" gefährdet

Barrick Mining verzeichnete zuletzt fundamentale Rekordzahlen, wird an der Börse aktuell aber deutlich abgestraft. Eine brisante Mischung aus geopolitischen Konflikten im Nahen Osten und einem eskalierenden Streit mit dem Joint-Venture-Partner Newmont setzt das Papier unter Druck. Während die operativen Gewinne sprudeln, wackelt nun der Zeitplan für den geplanten Börsengang der nordamerikanischen Aktivitäten.

Makro-Risiken und Silber-Sog

Seit Ende Februar dominieren die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran das Marktgeschehen. Die Schließung der Straße von Hormus durch den Iran trieb die Ölpreise in die Höhe und weckte neue Inflationssorgen. Höhere Inflationserwartungen führen meist zu steigenden Zinsen. Das zieht wiederum Kapital aus dem Edelmetallsektor ab und lenkt es in den Anleihemarkt. Infolgedessen gab der Goldpreis seit seinem Hoch am 10. März um rund 11,5 Prozent nach.

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Die Barrick-Papiere verloren im selben Zeitraum sogar über 18 Prozent an Wert. Ein genauerer Blick zeigt, dass die Aktie derzeit stark der Preisentwicklung von Silber folgt. Das weiße Metall brach um über 20 Prozent ein. Da Barrick beide Edelmetalle fördert, bewertet der Markt das Unternehmen momentan offenbar stärker als Silberproduzenten und straft es entsprechend ab.

Streit um das Nevada-Projekt

Abseits der makroökonomischen Turbulenzen sorgt ein interner Konflikt für Verunsicherung. Barrick plant, seine nordamerikanischen Goldaktivitäten bis Ende 2026 unter dem Namen „NewCo“ an die Börse zu bringen. Analysten sahen darin bisher einen klaren Kurstreiber, um den historischen Bewertungsabschlag der Aktie abzubauen.

Dieser Plan stößt nun auf erheblichen Widerstand. Der Joint-Venture-Partner Newmont hat eine formelle Verzugsanzeige eingereicht. Der Vorwurf lautet, Barrick habe Ressourcen aus dem gemeinsamen Projekt Nevada Gold Mines abgezogen, um das zu 100 Prozent eigene Fourmile-Projekt voranzutreiben. Newmont pocht auf sein vertragliches Vorkaufsrecht und sieht das Abkommen von 2019 verletzt. Dieser Vertrauensbruch bringt eine neue Risikokomponente in die Bewertung, die selbst Goldpreise von über 5.000 US-Dollar überschattet.

Rekordzahlen treffen auf schwächere Prognose

Fundamental steht der Konzern robuster da als in früheren Zyklen. Im vierten Quartal 2025 erwirtschaftete Barrick einen Rekord-Betriebscashflow von 2,73 Milliarden US-Dollar. Der freie Cashflow lag bei 1,62 Milliarden US-Dollar, begleitet vom bisher höchsten Quartalsgewinn von 1,43 US-Dollar je Aktie. Anleger profitieren zudem von einer neuen Dividendenpolitik, die eine Ausschüttung von 50 Prozent des freien Cashflows vorsieht.

Einen kleinen Dämpfer lieferte lediglich der Ausblick für das laufende Jahr. Die Goldproduktion soll 2026 zwischen 2,90 und 3,25 Millionen Unzen liegen und damit unter dem Vorjahreswert von 3,26 Millionen Unzen. Gleichzeitig erhöht das Unternehmen die Investitionen massiv. Allein für Bohrungen beim umstrittenen Fourmile-Projekt sind 150 bis 160 Millionen US-Dollar eingeplant, nach 91 Millionen im Vorjahr.

Ein entscheidender Indikator für die weitere Entwicklung wird das dritte Quartal sein. Reicht Barrick bis Ende September das offizielle S-1-Registrierungsformular für die „NewCo“ bei der US-Börsenaufsicht ein, bleibt der Spin-off für 2026 realistisch. Verzögert sich dieser Schritt, verschiebt sich der Katalysator ins Jahr 2027. Bis sich zudem die geopolitische Lage in der Straße von Hormus beruhigt, dürfte die Aktie weiterhin sensibel auf externe Schocks reagieren.

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