Barrick Mining Aktie: Gewinn steigt auf 1,22 Milliarden

Barrick übertrifft Produktionsziele im zweiten Quartal, erhält aber gemischte Analystenurteile. Der Newmont-Vergleich und die ungelöste Pakistan-Frage prägen die Aktienbewertung.

Die Kernpunkte:
  • Nettogewinn steigt um 50 Prozent
  • Goldproduktion übertrifft eigene Prognose
  • Newmont zahlt 1,95 Milliarden US-Dollar
  • Analysten uneins über Kursziel

Barrick Mining hat mit den Zahlen zum zweiten Quartal 2026 einen Bewertungsstreit unter Analysten ausgelöst. Während JPMorgan das Kursziel am 14. August auf 52 US-Dollar anhob und die Einstufung „Overweight“ bestätigte, hatte BofA Securities bereits am 11. August ihr Ziel von 56 auf 54 US-Dollar gesenkt – bei unverändertem „Buy“-Rating.

Beide Bewegungen fallen in dieselbe Woche, resultieren aber aus unterschiedlichen Bewertungsansätzen: JPMorgan begründete seinen Schritt mit dem operativen Übertreffen der Erwartungen und einer verbesserten Bilanz, BofA reagierte auf die Neubewertung des Fourmile-Projekts nach dessen Einbringung in das Nevada-Gold-Mines-Joint-Venture.

Q2-Zahlen übertreffen Produktionsziel

Am 10. August legte Barrick Mining die Quartalszahlen vor: Der Nettogewinn stieg im Jahresvergleich um 50 Prozent auf 1,22 Milliarden US-Dollar, das entspricht 0,73 US-Dollar je Aktie. Der bereinigte Gewinn je Aktie von 0,82 US-Dollar traf die Konsensschätzung.

Die Goldproduktion erreichte 796.000 Unzen und lag damit über der eigenen Prognose von 730.000 bis 770.000 Unzen. Am selben Tag beschloss der Konzern eine Quartalsdividende von 0,175 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 15. September an Aktionäre, die am 31. August im Register stehen.

Zu den operativen Fortschritten trägt auch der malische Goldkomplex Loulo-Gounkoto bei. Nach einer Betriebsunterbrechung im Jahr 2025 meldete Barrick für das erste Halbjahr 2026 eine zurechenbare Produktion von 152.000 Unzen, wobei die Fördermenge im zweiten Quartal auf 88.000 Unzen anstieg. Die Erholung dieses Standorts stützt die Gesamtproduktion und dürfte für die kommenden Quartale ein wichtiger Faktor bleiben.

Kursreaktion und Bewertung am Markt

Die Aktie schloss am Dienstag bei 58,26 Kanadischen Dollar, ein Minus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Plus von 19 Prozent zu Buche, und binnen zwölf Monaten hat sich der Kurs um 76 Prozent verteuert.

Zum 52-Wochen-Hoch von 74,00 Kanadischen Dollar, erreicht Ende Januar, fehlen dem Titel derzeit 21 Prozent – ein Hinweis darauf, dass trotz der starken Jahresentwicklung noch nicht die volle Bewertungsspanne ausgeschöpft ist.

Newmont-Einigung und Strukturprojekte im Hintergrund

Parallel zur Quartalsberichterstattung hatte Barrick am 10. August die Beilegung des Streits mit Newmont Corporation bekanntgegeben: Newmont zahlt 1,95 Milliarden US-Dollar in bar, im Gegenzug werden die Projekte Fourmile, Mike und Fiberline in das Nevada-Gold-Mines-Joint-Venture überführt.

Newmont stimmte zudem dem von Barrick geplanten nordamerikanischen Börsengang bis Jahresende 2026 zu. Diese Weichenstellung bildet einen wichtigen Baustein für die künftige Konzernstruktur, auch wenn sie inzwischen mehr als eine Woche zurückliegt.

Ergänzend meldete Barrick am 7. August den Abschluss der Machbarkeitsstudie für die Erweiterung des Lumwana-Tagebaus in Sambia, die erste Kupferproduktion soll dort bis Ende des ersten Quartals 2028 anlaufen.

Die im April angekündigte Verlängerung der strategischen Überprüfung des Reko-Diq-Projekts in Pakistan bis Mitte 2027 – begründet mit der Sicherheitslage und drohenden Kostensteigerungen gegenüber der ursprünglichen Phase-1-Schätzung von 5,6 bis 6,0 Milliarden US-Dollar – bleibt weiterhin ungelöst und dürfte Anleger auch in den kommenden Monaten beschäftigen.

Institutionelle Investoren zeigten sich zuletzt uneinheitlich positioniert: Regulatorische Meldungen vom 14. August wiesen einen Bestand von 1,25 Milliarden Aktien bei 1.420 Institutionen aus, bei einem Nettoabbau von 6,21 Millionen Aktien. Die Kombination aus starkem operativem Quartal, ungelöster Pakistan-Frage und geteilten Analystenmeinungen dürfte die Aktie in den kommenden Wochen volatil halten.

Anzeige

Barrick Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Barrick Mining-Analyse vom 19. August liefert die Antwort:

Die neusten Barrick Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Barrick Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Barrick Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Barrick Mining