Barrick Mining Aktie: Streik am Loulo-Komplex droht
Gewerkschaften planen einen viertägigen Ausstand im Goldkomplex Loulo-Gounkoto, während Analysten Barrick Mining weiterhin überwiegend positiv bewerten.

- Streik vom 28. September bis 1. Oktober
- Arbeitskonflikt betrifft Vergütung und Reisekosten
- RBC hebt Kursziel auf 53 US-Dollar
- Barrick-Aktie verliert 1,5 Prozent
Gewerkschaften am Goldkomplex Loulo-Gounkoto in Mali haben einen viertägigen Streik angekündigt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, soll die Arbeitsniederlegung vom 28. September bis zum 1. Oktober dauern.
Hintergrund des Konflikts sind Streitigkeiten über die Vergütung von Überstunden, die Erstattung von Dienstreisekosten sowie die Umsetzung bestehender Arbeitsvereinbarungen. Für den Minenbetreiber steht viel auf dem Spiel, da die Anlage zu den wichtigsten Förderstätten des Konzerns zählt.
Der Minenkomplex Loulo-Gounkoto liefert einen wesentlichen Beitrag zur weltweiten Goldförderung des Unternehmens. Sollte die Arbeitsniederlegung wie geplant stattfinden, drohen spürbare operative Unterbrechungen im Tage- und Untertagebau. Anleger reagierten bereits verunsichert auf die Nachricht aus Westafrika. Die Aktie von Barrick Mining gab am Freitag um 1,5 Prozent nach und ging bei 60,24 CAD aus dem Handel.
Analysten heben Kursziele an
Trotz der drohenden Produktionsausfälle in Mali bewerten Analysten die mittelfristige Entwicklung des Bergbaukonzerns überwiegend positiv. Am 16. September hob RBC Capital Markets das Kursziel für die Aktie von 49,00 auf 53,00 US-Dollar an und bestätigte die Einstufung mit „Outperform“.
Am selben Tag bekräftigte TD Securities die Kaufempfehlung mit einem unveränderten Kursziel von 59,00 US-Dollar. Weitere Marktexperten sehen den fairen Wert ebenfalls im Bereich über 50 US-Dollar, mahnen jedoch zur Wachsamkeit bezüglich geopolitischer und betrieblicher Risiken in Schwellenländern.
Parallel dazu stockten institutionelle Adressen ihre Bestände auf. So erhöhte der französische Vermögensverwalter Groupe La Française seine Position im zweiten Quartal um 29.816 Anteile auf insgesamt 943.327 Papiere.
Börsenpläne und operative Herausforderungen
Neben den arbeitsrechtlichen Spannungen in Westafrika sorgt weiterhin die geplante Abspaltung des nordamerikanischen Goldgeschäfts für Gesprächsstoff. Am vergangenen Dienstag hatte Agnico Eagle abgewunken: Konzernchef Ammar Al-Joundi erklärte, sein Haus habe kein Interesse an einer Beteiligung an dem geplanten nordamerikanischen Börsengang von Barrick Mining.
Die kommenden Tage dürften zeigen, ob das Management eine Einigung mit den Gewerkschaften erzielen kann, bevor die Streikfrist am 28. September abläuft. Charttechnisch notiert das Papier mit dem jüngsten Kursrücksetzer nur noch knapp über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 59,18 CAD. Ein längerer Produktionsstopp an einem der ertragsstärksten Standorte könnte die Förderprognose für das Gesamtjahr belasten.
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