Barrick Mining Aktie: Stummer Alarm?
Trotz historisch hohem Cashflow und gelöstem Mali-Streit notiert die Barrick-Aktie deutlich unter ihrem Durchschnitt. Der anhaltende Rechtsstreit mit Newmont in Nevada bleibt der zentrale Unsicherheitsfaktor.

- Historischer Quartals-Cashflow und Gewinnrekorde
- Neue Dividendenpolitik mit variabler Ausschüttung
- Einigung im Mali-Streit sichert Lizenzverlängerung
- Rechtsstreit mit Newmont belastet die Bewertung
Rekordcashflow, eine neue Dividendenpolitik, ein gelöster Streit mit Mali — und trotzdem hat die Barrick-Aktie seit Jahresbeginn rund 15 Prozent verloren. Die Diskrepanz zwischen operativer Stärke und Kursentwicklung zieht zunehmend die Aufmerksamkeit von Marktbeobachtern auf sich.
Starke Zahlen, schwacher Kurs
Im vierten Quartal 2025 erzielte Barrick Mining den höchsten operativen Cashflow der Unternehmensgeschichte: 2,73 Milliarden US-Dollar aus dem laufenden Betrieb, 1,62 Milliarden US-Dollar freier Cashflow. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 1,43 US-Dollar — ebenfalls ein Quartalsrekord. Gegenüber dem Vorquartal stieg der bereinigte Gewinn je Aktie um 79 Prozent.
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Trotzdem notiert die Aktie aktuell rund 21 Prozent unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts. Die Bewertung hat sich dadurch spürbar komprimiert: Das Forward-KGV liegt bei 10,16 — ein einstelliger Bereich, der für einen der größten Goldproduzenten der Welt ungewöhnlich niedrig ist. Die Dividendenrendite beträgt 4,2 Prozent.
Neue Dividendenpolitik, gelöster Mali-Streit
Ab dem vierten Quartal 2025 schüttet Barrick 50 Prozent des zurechenbaren freien Cashflows aus — bestehend aus einer fixen Quartalsdividende von 0,175 US-Dollar je Aktie plus einem variablen Aufschlag. Zusätzlich kaufte das Unternehmen im Gesamtjahr 2025 rund 51,9 Millionen eigene Aktien zurück, etwa 3 Prozent des Streubesitzes, für insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar.
Weniger beachtet, aber operativ bedeutsam: Im Februar 2026 einigte sich Barrick mit der malischen Regierung auf eine Beilegung des jahrelangen Streits um den Goldkomplex Loulo-Gounkoto. Gegen eine Zahlung von rund 430 Millionen US-Dollar sicherte sich das Unternehmen eine zehnjährige Verlängerung der Abbaulizenz und die vollständige Wiederherstellung der Betriebskontrolle. Vier festgehaltene Mitarbeiter wurden freigelassen. Die Produktionsprognose für den Komplex liegt 2026 bei 260.000 bis 290.000 Unzen Gold.
Nevada bleibt der entscheidende Unsicherheitsfaktor
Der anhaltende Rechtsstreit mit Newmont über das gemeinsame Nevada-Gold-Mines-Gemeinschaftsunternehmen belastet die Stimmung erheblich. Laut einem Analysten von RBC Capital Markets entfallen rund 60 Prozent von Barricks Marktwert auf dieses Asset. Newmonts formelle Verzugsmitteilung ließ die Aktie seinerzeit um mehr als 7 Prozent fallen — der Markt preist seitdem einen „Litigation Discount“ ein.
Abseits des Streits entwickelt sich Barricks vollständig eigenes Fourmile-Projekt in Nevada positiv. Die ausgewiesene Goldressource hat sich zum zweiten Mal in Folge verdoppelt: 2,6 Millionen Unzen angezeigte Ressourcen bei einem Gehalt von 17,59 Gramm pro Tonne, dazu 13 Millionen Unzen abgeleitete Ressourcen. Das Bohrbudget steigt 2026 auf 150 bis 160 Millionen US-Dollar, nach 91 Millionen im Vorjahr.
Die Gesamtproduktionsprognose für 2026 liegt bei 2,9 bis 3,25 Millionen Unzen Gold — etwas unterhalb des Vorjahreswerts, was das Management mit planmäßigen Wartungsarbeiten und der Hochlaufphase am Goldrush-Projekt begründet. Ob der Markt die Bewertungslücke schließt, hängt maßgeblich davon ab, wie sich der Newmont-Streit und der geplante NewCo-Börsengang in den kommenden Monaten entwickeln.
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