Barrick Mining Aktie: Unerfreuliche Signale?
Der geplante Milliarden-Börsengang von Barrick Mining wird durch einen eskalierenden Konflikt mit Partner Newmont und eine überraschende Royalty-Belastung überschattet.

- Eskalierender Rechtsstreit mit Joint-Venture-Partner Newmont
- Überraschende Royalty-Belastung für Schlüsselprojekt Fourmile
- IPO-Vorbereitungen mit Goldman Sachs laufen weiter
- Verzögerungen beim Kupferprojekt Reko Diq in Pakistan
Barrick Mining will mit dem geplanten Börsengang seiner nordamerikanischen Assets Geschichte schreiben — ein Deal, der den Konzern mit über 60 Milliarden US-Dollar bewerten könnte. Doch ausgerechnet jetzt häufen sich die Komplikationen: ein Rechtsstreit mit Joint-Venture-Partner Newmont, eine milliardenschwere Royalty-Überraschung und Verzögerungen beim Kupferprojekt Reko Diq belasten die Aktie spürbar.
Streit mit Newmont eskaliert
Am 3. Februar 2026 erklärte Newmont Barrick offiziell für vertragsbrüchig. Die anschließende 30-tägige Frist verstrich ohne Einigung — die Auseinandersetzung landet nun vor einem Gericht in Nevada. Erste Anhörungen sind für Mai 2026 angesetzt.
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Der Kern des Konflikts: Newmont wirft Barrick vor, als Betreiber des gemeinsamen Nevada Gold Mines-Ventures (NGM, Barrick-Anteil: 61,5 %) spezialisiertes Personal und schweres Gerät vom Gemeinschaftsbetrieb auf das eigene Fourmile-Projekt umgeleitet zu haben. Interne Audits sollen dabei einen Produktionsrückgang von 23 % gegenüber dem Vorjahr an den Standorten Carlin und Cortez dokumentiert haben.
Royalty-Belastung trifft Fourmile-Bewertung
Parallel dazu sorgt eine bislang wenig beachtete Royalty-Vereinbarung für Unruhe. Teck Resources hält eine Beteiligung von 10 % an den Nettogewinnen aus einem 260 Quadratkilometer großen Gebiet, das erhebliche Überschneidungen mit dem Fourmile-Projekt aufweist. Sobald sechs Millionen Unzen Gold gefördert sind, steigt die Beteiligung auf 15 %.
Bei einem aktuellen Goldpreis von rund 4.800 US-Dollar je Unze könnte Tecks Royalty jährlich etwa 300 Millionen US-Dollar einbringen — mit einem Gesamtvolumen, das sich weit in den Milliardenbereich erstreckt. RBC-Analyst Josh Wolfson, der Fourmile zuvor mit 15 Milliarden US-Dollar bewertet hatte, schätzt, dass die Royalty den Projektwert um rund 10 % senken könnte. Barrick betont, die Vereinbarung sei in der vorläufigen Wirtschaftlichkeitsstudie für Fourmile berücksichtigt worden — die fehlende frühere Offenlegung hat bei Marktbeobachtern dennoch Transparenzfragen aufgeworfen.
IPO-Maschinerie läuft weiter
Trotz der Belastungen treibt Barrick den Strukturwandel voran. Goldman Sachs soll den Börsengang der nordamerikanischen Assets federführend begleiten, flankiert von Dealmaker Michael Klein. Der geplante Spin-off würde profitable Minen in den USA und der Dominikanischen Republik von Betrieben in riskanteren Jurisdiktionen wie Mali und Pakistan trennen.
Konkrete Details zu Größe, Zeitplan und Bewertung des Börsengangs stehen noch aus. Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen rund 9 % verloren und notiert deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Zusätzlich belastet das Kupferprojekt Reko Diq in Pakistan: Wegen verschärfter Sicherheitslage und laufender Projektüberprüfung hat Barrick die Entwicklungsarbeiten bis Mitte 2027 verlangsamt.
Der Ausgang der Nevada-Anhörungen im Mai 2026 dürfte damit zum ersten konkreten Gradmesser werden, ob der ambitionierte IPO-Plan auf stabilem Fundament steht.
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