Barrick Mining Aktie: Unklare Vorzeichen!

Barrick Gold verzeichnet starke Finanzergebnisse und erhöht die Dividende, doch ein Konflikt mit Partner Newmont bedroht die geplante Ausgliederung der US-Minen.

Die Kernpunkte:
  • Starker Jahresgewinn und verdoppelte Quartalsdividende
  • Rechtsstreit mit Newmont gefährdet Börsengangspläne
  • Produktionsprognose für 2026 fällt niedriger aus
  • Projekt Fourmile als wertvolles Asset bestätigt

Der Goldriese Barrick meldet sich mit den besten Finanzkennzahlen seit Jahren und einer massiven Dividendenerhöhung zurück. Doch der Jubel wird getrübt: Der geplante Börsengang der wichtigen Nordamerika-Sparte steht auf der Kippe, da der Partner Newmont sich querstellt. Investoren müssen nun abwägen, ob die gefüllten Kassen über den drohenden Rechtsstreit und eine schwächelnde Produktionsprognose hinwegtrösten können.

Finanzielle Stärke trifft auf strategisches Risiko

Das Geschäftsjahr 2025 endete für den Konzern mit einem finanziellen Ausrufezeichen. Gestern legte Barrick seinen Geschäftsbericht vor, der einen operativen Cashflow von 2,73 Milliarden Dollar allein im vierten Quartal ausweist. Der Jahresgewinn kletterte auf knapp 5 Milliarden Dollar. Diese Liquidität nutzt das Management direkt für die Aktionäre: Die Quartalsdividende wurde auf 42 Cent je Aktie mehr als verdoppelt.

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Hinter diesen Zahlen steht jedoch eine Strategie, die nun ins Wanken gerät. Barrick plant, seine nordamerikanischen Gold-Assets in eine neue Börsengesellschaft („NewCo“) auszulagern. Ziel ist es, den Wert dieser Premium-Minen für die Aktionäre sichtbarer zu machen, während sich der verbleibende Konzern stärker auf Kupfer und internationale Wachstumsmärkte fokussiert.

Newmont stellt sich quer

Genau dieser Plan stößt auf massiven Widerstand. Der Konkurrent Newmont, der 38,5 Prozent am gemeinsamen Joint Venture „Nevada Gold Mines“ hält, pocht auf sein Vorkaufsrecht. Marktbeobachter werten die aktuelle Situation als kritisch: Sollte Barrick versuchen, seine Anteile ohne Zustimmung in die neue Firma zu verschieben, droht der Gang vor Gericht.

Die Uhr tickt bereits. Eine 30-tägige Frist zur Beilegung des Streits läuft Anfang März ab. Ohne eine Einigung könnte das prestigeträchtige IPO-Vorhaben, das eigentlich bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll, auf unbestimmte Zeit blockiert werden.

Ausblick enttäuscht trotz hoher Goldpreise

Neben dem juristischen Tauziehen drückt die operative Prognose auf die Stimmung. Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management mit einer Goldproduktion von maximal 3,25 Millionen Unzen – ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig klettern die Kosten weiter. Selbst unter der Annahme eines extrem hohen Goldpreises von 4.500 Dollar pro Unze kalkuliert der Konzern mit „All-in Sustaining Costs“ von bis zu 1.950 Dollar.

Einziger Lichtblick im operativen Geschäft bleibt das Projekt „Fourmile“ in Nevada. Hier konnte Barrick die nachgewiesenen Ressourcen das zweite Jahr in Folge verdoppeln. Dieses Asset gilt als Kronjuwel der geplanten „NewCo“ und rechtfertigt die hohen Investitionen von bis zu 160 Millionen Dollar im laufenden Jahr.

Das Jahr 2026 wird zur Bewährungsprobe für die Konzernführung. Die soliden Finanzen verschaffen zwar Handlungsspielraum, doch der Kursverlauf hängt nun primär an der Lösung des Konflikts mit Newmont. Fällt die Einigung im März aus, dürfte die Unsicherheit über die künftige Konzernstruktur die operativen Rekorde schnell in den Hintergrund drängen.

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