BASF: 27 Millionen Aktien bis Juni zurückgekauft

BASF schließt erste Phase des Aktienrückkaufs ab. Das Effizienzprogramm CoreShift und der Quartalsbericht im Juli bestimmen die weitere Kursentwicklung.

Die Kernpunkte:
  • Fast 27 Millionen Aktien zurückgekauft
  • Erste Tranche endet im Juni 2026
  • CoreShift-Programm soll Fixkosten senken
  • Quartalszahlen im Juli als nächster Test

BASF steht kurz vor dem Abschluss eines der größten Aktienrückkaufprogramme seiner jüngeren Geschichte. Seit November 2025 hat der Chemiekonzern fast 27 Millionen eigene Aktien erworben. Das Volumen: bis zu 1,5 Milliarden Euro. Ende Juni läuft die erste Tranche aus.

Allein in der Woche bis zum 22. Mai kaufte BASF 1,57 Millionen Aktien zu. Der Konzern zieht die zurückgekauften Papiere ein und senkt das Grundkapital. Künftige Gewinne verteilen sich auf weniger Aktien. Das stärkt den Gewinn je Aktie – vorausgesetzt, das operative Geschäft liefert ausreichend Cashflow.

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Teil der großen Kapitalstrategie

Der laufende Rückkauf ist kein Einzelereignis. BASF hatte am Capital Markets Day im September 2024 ein Gesamtprogramm von vier Milliarden Euro bis Ende 2028 angekündigt. Von 2025 bis 2028 sollen mindestens zwölf Milliarden Euro an die Aktionäre fließen – aus Dividenden und Rückkäufen. Die Dividende plant der Konzern mit mindestens 2,25 Euro je Aktie jährlich.

Finanziert wird der Rückkauf unter anderem aus dem Verkauf der Coatings-Sparte. So konnte BASF die Käufe zwei Jahre früher starten als ursprünglich geplant.

CoreShift als nächster Prüfstein

Parallel zum Rückkauf läuft das Effizienzprogramm „CoreShift“. Es zielt darauf ab, bis 2029 bis zu 20 Prozent der Fixkosten im Kerngeschäft einzusparen – gemessen am Basisjahr 2024. Betroffen sind die Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions sowie Nutrition & Care.

Der erste Test: der Quartalsbericht für das zweite Quartal im Juli 2026. Dann zeigt sich, ob CoreShift erste Wirkung zeigt.

Prognose bestätigt, Aktie unter Druck

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Der freie Cashflow soll 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro erreichen. Die Belastungen bleiben: hohe Energiepreise, schwächere Industriekonjunktur und US-Zölle belasten die Branche.

Die Aktie notierte zuletzt bei 50,64 Euro – ein Minus von einem Prozent in der Woche. Der Kurs liegt knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 52,05 Euro. Das im April markierte Mehrjahreshoch bei 54,70 Euro bleibt damit zunächst außer Reichweite.

Ob die Kapitalrückführung nach Juni beschleunigt wird, hängt vom operativen Cashflow ab. Der nächste Meilenstein: der Quartalsbericht im Juli. Dann zeigt sich, ob CoreShift und der Rückkauf die Aktie wieder in Richtung Jahreshoch bewegen können.

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