BASF: 31 Millionen Aktien eingezogen
Die erste Tranche des BASF-Aktienrückkaufs läuft aus. Der Konzern setzt auf Sparmaßnahmen und operative Stabilität.

- Erste Rückkauf-Tranche endet
- Sparprogramm zeigt Wirkung
- Jahresprognose bestätigt
- Branchenumsatz schrumpft
Ende Juni endet die erste Tranche des milliardenschweren Aktienrückkaufs bei BASF. Damit verliert das Papier in wenigen Tagen einen wichtigen strukturellen Nachfragepuffer. Einen konkreten Zeitplan für die nächste Phase hat das Management bisher nicht vorgelegt.
Millionen Aktien werden eingezogen
Seit vergangenem November hat der Chemiekonzern eigene Papiere im Wert von bis zu 1,5 Milliarden Euro erworben. Allein Mitte Juni sammelte BASF über Xetra weitere 235.000 Stücke ein. Insgesamt summiert sich das Programm auf knapp 31 Millionen Aktien.
Der Konzern zieht diese Papiere nun ein. Das Grundkapital sinkt entsprechend. Die Maßnahme gehört zu einem größeren Versprechen an die Aktionäre. Bis 2028 will BASF mindestens vier Milliarden Euro über Rückkäufe ausschütten.
Sparen stützt die Prognose
Während der Fahrplan an der Börse unklar bleibt, liefert das operative Geschäft Stabilität. Im ersten Quartal stieg das Ergebnis je Aktie auf 1,06 Euro. Parallel dazu greift das harte Sparprogramm.
Bis März hat das Unternehmen bereits Kosten in Höhe von 1,9 Milliarden Euro eingespart. Bis Jahresende soll dieser Wert auf 2,3 Milliarden Euro steigen. Der Vorstand hält an seiner Jahresprognose fest.
Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen soll 2026 zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro liegen. Der freie Cashflow wird auf bis zu 2,3 Milliarden Euro geschätzt.
Gegenwind aus der Branche
Dieses interne Tempo ist auch nötig. Der Branchenverband VCI rechnet für das laufende Jahr mit einer schrumpfenden Chemieproduktion. Sinkende Preise drücken voraussichtlich den Branchenumsatz. Die Folge: BASF muss aus eigener Kraft wachsen.
Am Aktienmarkt notiert das Papier aktuell bei gut 48 Euro. Auf Jahressicht steht ein Plus von rund zehn Prozent. Die nächsten Impulse liefern die Halbjahreszahlen. Dann muss das Management zwingend Details zur nächsten Rückkauf-Tranche nennen, um den wegfallenden Nachfragepuffer auszugleichen.
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