BASF Aktie: 1,7 Milliarden Einsparungen erreicht
BASF startet das Effizienzprogramm CoreShift, während der Aktienrückkauf ausläuft. Operative Fortschritte sollen Kursimpulse ersetzen.

- Neues Sparprogramm CoreShift angekündigt
- Fixkosten im Kerngeschäft sollen sinken
- Aktienrückkauf endet im Juni
- EBITDA-Prognose für 2026 bestätigt
BASF hat im Mai ein neues Sparprogramm gestartet — und läuft gleichzeitig auf das Ende seines Aktienrückkaufs zu. Für Anleger stellt sich nun die Frage, ob operative Fortschritte den wegfallenden Kursimpuls ersetzen können.
CoreShift: Fixkosten um ein Fünftel senken
Am 20. Mai kündigte BASF in Ludwigshafen das Programm „CoreShift“ an. Bis 2029 sollen die zahlungswirksamen Fixkosten im Kerngeschäft um bis zu 20 Prozent sinken — gemessen am Niveau von 2024. Betroffen sind die vier Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions sowie Nutrition & Care.
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Das Programm zielt auf schlankere Prozesse, harmonisierte IT-Strukturen und den verstärkten Einsatz von KI. Konkrete Stellenzahlen nennt BASF bisher nicht. Gespräche mit Arbeitnehmervertretern sollen die nächsten Schritte klären.
Der Stellenabbau läuft bereits seit längerem. Zwischen Ende 2023 und Ende 2025 fielen weltweit 4.800 Stellen weg. Am Stammsitz Ludwigshafen, der im vergangenen Jahr das vierte Jahr in Folge rote Zahlen schrieb, verschwanden seit Anfang 2024 rund 2.800 Jobs.
Rückkauf endet, Prognose bleibt
Ende Juni läuft das aktuelle Aktienrückkaufprogramm aus. Danach zählen operative Ergebnisse umso mehr. Immerhin: Das bisherige Sparprogramm lief besser als geplant. Bis Ende 2025 erreichte BASF jährliche Einsparungen von 1,7 Milliarden Euro — 100 Millionen Euro über dem Ziel. Bis Ende 2026 sollen es 2,3 Milliarden Euro werden.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Die Prognose steht — trotz schwierigem Umfeld.
Das Umfeld bleibt belastend. Hohe Energiepreise, schwächere Industriekonjunktur und US-Zölle, die globale Warenströme umlenken, drücken auf die Branche. BASF rechnet für 2026 mit einer verhaltenen Entwicklung der Weltwirtschaft.
Kurs unterhalb der 50-Tage-Linie
Die Aktie schloss den Freitag bei 50,64 Euro — kaum verändert zum Vortag. Auf 30-Tage-Sicht steht ein Minus von knapp sechs Prozent, seit Jahresbeginn liegt das Papier jedoch rund 13 Prozent im Plus. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 52,05 Euro liegt aktuell rund 2,7 Prozent über dem Kurs — diese technische Marke bleibt im Blick.
Der nächste konkrete Prüfstein ist der Quartalsbericht für das zweite Quartal, den BASF im Juli 2026 veröffentlicht. Dann zeigt sich erstmals in Zahlen, ob CoreShift greift.
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