BASF Aktie: 3D-Armlehne mit Wacoal

BASF und Wacoal entwickeln eine faserbasierte 3D-Armlehne aus einem einzigen Kunststoff, der das Recycling vereinfacht.

Die Kernpunkte:
  • Gemeinsame Entwicklung mit japanischem Partner
  • Ein-Material-Design ohne Klebstoffe
  • Elastischer Kunststoff Elastollan von BASF
  • Aktie fällt trotz Innovation um 2,4 Prozent

BASF und der japanische Textilspezialist Wacoal präsentieren gemeinsam eine faserbasierte 3D-Armlehne für Fahrzeuginnenräume. Die Kooperation verbindet Wacoals Formgebungstechnologie mit einem Spezialkunststoff aus dem BASF-Portfolio. Das Ergebnis: ein Bauteil ohne Klebstoffe, ohne Schichtaufbau — und mit besserer Recyclingbilanz.

Wie die Technologie funktioniert

Wacoals Technologie namens „Melooop“ formt komplexe dreidimensionale Strukturen aus einem einzigen Fasermaterial in einem einzigen Schritt. Kein Kleber, keine Mehrschichtmontage. Das spart Material und reduziert Abfall.

BASF steuert das thermoplastische Polyurethan „Elastollan“ bei. Das Material lässt sich wie ein Thermoplast verarbeiten, verhält sich aber gummiartig elastisch. Für eine Armlehne, die täglich Druck ausgesetzt ist, ist das ein entscheidender Vorteil: Sie federt zurück und behält ihre Form.

Das Single-Material-Design vereinfacht außerdem das Recycling. Weil alle Komponenten aus demselben Werkstoff bestehen, entfällt die aufwendige Trennung am Ende des Produktlebenszyklus.

Was BASF daraus macht

Die Kooperation zeigt, wie BASF sein Materialportfolio in neue Anwendungsfelder trägt. Automobilzulieferer stehen unter Druck, leichtere und nachhaltigere Innenraumkomponenten zu liefern. Mit Elastollan positioniert sich BASF als Materialpartner für genau dieses Segment.

Rohit Ghosh, Vice President für funktionale TPU-Materialien bei BASF Asia Pacific, hob die Rolle des Unternehmens als Innovationspartner in der Automobilindustrie hervor.

An der Börse spielt die Meldung heute keine Rolle. Die BASF-Aktie verliert 2,36 Prozent auf 48,13 Euro und notiert damit rund sieben Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 51,94 Euro. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von knapp 14,5 Prozent.

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