BASF Aktie: 60-Qubit-Simulation mit NVIDIA Eos

BASF gelingt Rekord-Molekülsimulation mit 60 Qubits, reduziert Anteil an Harbour Energy und kauft eigene Aktien zurück. Der Gewinn steigt, der Umsatz sinkt.

Die Kernpunkte:
  • Größte Molekülsimulation mit Quantenalgorithmus
  • Anteilsreduktion an Harbour Energy
  • Aktienrückkaufprogramm läuft planmäßig
  • Gewinn je Aktie gestiegen, Umsatz gesunken

60 Qubits, ein Supercomputer und ein Chemiekonzern im Wandel. BASF hat einen Meilenstein in der Quantencomputing-Forschung erzielt — und liefert damit ein seltenes Beispiel, wie ein Traditionskonzern technologische Ambitionen mit einem laufenden Strukturumbau verbindet.

Größte Molekülsimulation mit Quantenalgorithmus

BASF-Forscher haben auf dem NVIDIA Eos H100 Supercomputer eine 60-Qubit-Simulation eines Moleküls durchgeführt — nach eigenen Angaben die bisher größte ihrer Art mit einem Quantenalgorithmus. Eingesetzt wurde dabei NVIDIA CUDA Quantum. Das Ziel: komplexe chemische Reaktionen schneller und präziser modellieren, als es klassische Rechner erlauben.

Die Quantencomputing-Initiative läuft bereits seit 2017. Inzwischen arbeitet BASF mit dem Münchener Startup Aqarios zusammen, um die Technologie für industrielle Anwendungen in der Chemiebranche nutzbar zu machen. Bis Ergebnisse aus dem Labor in die Produktion fließen, dürfte es noch Jahre dauern — der Fortschritt ist dennoch bemerkenswert.

Portfolioumbau schreitet planmäßig voran

Parallel zur Forschungsfront läuft der strategische Umbau. BASF reduziert seinen Stimmrechtsanteil am Öl- und Gasunternehmen Harbour Energy von 35 auf 25,5 Prozent. Dafür werden 150 Millionen Stammaktien veräußert, der Prozess soll bis zum 26. Mai 2026 abgeschlossen sein.

Beim Aktienrückkauf bleibt das Unternehmen ebenfalls auf Kurs. Allein in der Woche vom 11. bis 15. Mai 2026 erwarb BASF knapp eine Million eigene Aktien. Seit Programmstart im November 2025 wurden insgesamt rund 25,3 Millionen Anteile zurückgekauft.

Q1 mit gemischten Signalen

Die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 zeigen ein bekanntes Muster: Der Gewinn je Aktie stieg auf 1,06 Euro, nach 0,91 Euro im Vorjahr. Der Umsatz dagegen sank auf 16,02 Milliarden Euro — ein Rückgang von knapp acht Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Analysten einen Gewinn je Aktie von 2,73 Euro. Die DZ Bank hebt sich mit einem Kursziel von 63 Euro und dem Rating „Kaufen“ deutlich vom Konsens ab, der im Schnitt bei 51,22 Euro liegt. Die Aktie notiert aktuell bei 53,15 Euro — rund 19 Prozent über dem Jahresanfangsniveau und knapp drei Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Der RSI von 83,9 signalisiert dabei eine technisch überkaufte Lage.

Am 29. Juli 2026 folgen die Zahlen für das zweite Quartal. Bis dahin dürften vor allem der weitere Stellenabbau in Ludwigshafen und mögliche Fortschritte bei der Verselbstständigung einzelner Geschäftsbereiche die Aufmerksamkeit der Märkte bestimmen.

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