BASF Aktie: Aktienrückkauf-Schock!
Der Chemiekonzern BASF beginnt sein 1,5-Milliarden-Euro-Aktienrückkaufprogramm bereits im November statt 2027 und übertrifft dabei die Quartalserwartungen trotz schwierigem Marktumfeld.

- Aktienrückkauf startet zwei Jahre früher
- Quartalszahlen übertreffen Markterwartungen
- Neue Vorstandsstruktur für Strategieumsetzung
- Coatings-Verkauf an Carlyle abgeschlossen
Der Ludwigshafener Chemiekonzern überrascht die Märkte mit einer unerwarteten Wendung: Statt wie geplant erst 2027 will BASF sein 1,5 Milliarden Euro schweres Aktienrückkaufprogramm bereits im November starten. Das Management sieht den wahren Wert des Unternehmens im aktuellen Kurs nicht widergespiegelt – doch reicht das, um Anleger zu überzeugen?
Quartalszahlen: Besser als erwartet, aber…
Trotz eines herausfordernden Marktumfelds mit vorsichtigem Kundenverhalten konnte BASF seine Q3-Zahlen leicht über den Markterwartungen präsentieren:
- EBITDA vor Sondereinflüssen: 1,5 Milliarden Euro (Konsens erfüllt)
- Umsatz: 14,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 14,8 Milliarden Euro, -3%)
- Bereinigtes Ergebnis je Aktie: 0,52 Euro (Vorjahr: 0,32 Euro)
Der Umsatzrückgang resultierte hauptsächlich aus negativen Währungseffekten und niedrigeren Preisen. Positive Volumenentwicklungen in Surface Technologies, Chemicals und Materials konnten die Verluste nur teilweise kompensieren.
Strategische Transformation nimmt Fahrt auf
Parallel zu den Quartalszahlen verkündete BASF bedeutende Vorstandsveränderungen. Dr. Mary Kurian übernimmt ab Mai 2026 die Segmente Chemicals und Nutrition & Care, während Dr. Livio Tedeschi speziell für die Vorbereitung des geplanten Teilbörsengangs der Agricultural Solutions Division zuständig wird.
Diese Personalentscheidungen unterstreichen BASFs Fokus auf die „Winning Ways“-Strategie. Der bereits vereinbarte Coatings-Verkauf an Carlyle bewertet die gesamte Division mit 8,7 Milliarden Euro und markiert einen wichtigen Meilenstein der Portfoliofokussierung.
Das Signal des vorgezogenen Rückkaufs
CFO Elvermann machte deutlich: „Der frühere Beginn des Aktienrückkaufprogramms zeigt das Vertrauen des Managements in die zugrundeliegende Finanzstärke.“ Das 1,5-Milliarden-Programm läuft bis Ende Juni 2026 und soll zwei Jahre früher als ursprünglich geplant starten.
Doch die Segmentperformance zeigt ein gemischtes Bild: Während Surface Technologies und Agricultural Solutions deutlich zulegten, schwächelten Industrial Solutions, Materials und Nutrition & Care. Die angepasste Jahresprognose für 2025 liegt bei 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro EBITDA – eine technische Anpassung aufgrund der Coatings-Veräußerung.
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