BASF Aktie: Befreiungsschlag?

Der Chemiekonzern BASF erzielt eine kraftvolle Kurserholung, angetrieben von einer positiven Branchenstimmung und einem überraschend hohen Free Cashflow. Die Nachhaltigkeit des Aufschwungs hängt von den anstehenden Tarifverhandlungen und den Jahreszahlen Ende Februar ab.

Die Kernpunkte:
  • Aktie erreicht höchsten Stand seit einem halben Jahr
  • Free Cashflow übertrifft Analystenerwartungen deutlich
  • Ergebnislose Tarifverhandlungen in der Chemiebranche
  • Vollständige Jahreszahlen Ende Februar entscheidend

Der Ludwigshafener Chemiekonzern überrascht mit einer kraftvollen Kurserholung. Innerhalb weniger Tage kletterte die Aktie auf ein 6-Monats-Hoch – getrieben von einer positiven Branchenstimmung und starken Cashflow-Zahlen. Doch die anstehenden Tarifverhandlungen und die detaillierten Jahreszahlen werden zeigen, ob der Aufschwung nachhaltig ist.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

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  • Kursanstieg auf 49,55 Euro – höchster Stand seit August 2025
  • Wochenperformance: Plus von über 8 Prozent
  • Free Cashflow 2025 übertrifft Erwartungen deutlich
  • Tarifverhandlungen in der Chemiebranche ohne Ergebnis
  • Vollständige Jahreszahlen am 27. Februar 2026 erwartet

Kräftige Dynamik zum Monatsbeginn

Die BASF-Aktie legte Anfang Februar einen bemerkenswerten Spurt hin. Am 4. Februar erreichte das Papier 49,55 Euro und markierte damit ein halbes Jahr nach dem letzten Höhepunkt einen wichtigen psychologischen Meilenstein. Das Handelsvolumen zog spürbar an, während das Papier an diesem Tag knapp 5 Prozent zulegte und bei 49,76 Euro schloss.

Die Aufwärtsbewegung kam nicht aus dem Nichts: Bereits in den Tagen zuvor hatte die Aktie kontinuierlich Boden gutgemacht. Der Titel notiert mittlerweile deutlich über seinen gleitenden Durchschnitten und liegt rund 24 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 39,76 Euro.

Branche erholt sich – Tarifkonflikt bleibt ungelöst

Die Chemiebranche insgesamt profitiert derzeit von einer verbesserten Marktstimmung. Während andere Industriesektoren unter regulatorischen Unsicherheiten leiden, zeigen Chemiewerte relative Stärke. BASF reiht sich in diese Bewegung ein.

Parallel dazu verliefen die Chemie-Tarifverhandlungen am 4. Februar ergebnislos. Die Positionen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften liegen weit auseinander. Der Ausgang dieser Gespräche könnte die Kostenstruktur des gesamten Sektors beeinflussen und wird von Investoren aufmerksam verfolgt.

Cashflow überrascht positiv

Die am 22. Januar veröffentlichten vorläufigen Zahlen für 2025 fielen beim Free Cashflow deutlich besser aus als erwartet. Mit 1,3 Milliarden Euro übertraf BASF nicht nur den Analystenkonsens von 0,6 Milliarden Euro, sondern auch die eigene Prognose von 0,4 bis 0,8 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag mit 6,6 Milliarden Euro leicht unter den Erwartungen von 6,7 Milliarden Euro.

Zudem führt der Konzern sein im November 2025 gestartetes Aktienrückkaufprogramm konsequent fort. Bis Ende Januar wurden bereits knapp 12 Millionen Aktien zurückgekauft.

Entscheidender Termin am 27. Februar

Am 27. Februar präsentiert BASF die vollständigen Geschäftszahlen für 2025. An diesem Tag finden sowohl die Bilanzpressekonferenz als auch eine Analystenkonferenz statt. Die Detailzahlen und vor allem der Ausblick auf 2026 dürften darüber entscheiden, ob die jüngste Kursrally Substanz besitzt oder nur eine technische Gegenbewegung darstellt.

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