BASF Aktie: BioHub in Ludwigshafen gestartet
BASF eröffnet eigene Fermentationsanlage für biologische Wirkstoffe und bereitet den Börsengang der Agrarsparte für 2027 vor.

- Neuer BioHub in Ludwigshafen gestartet
- Eigenproduktion von biologischen Pflanzenschutzmitteln
- Börsengang der Agrarsparte für 2027 geplant
- Insiderkauf durch Vorstandsmitglied gemeldet
BASF Agricultural Solutions hat am Stammsitz Ludwigshafen eine neue Fermentationsanlage in Betrieb genommen. Der sogenannte BioHub markiert einen strategischen Schwenk: Statt externe Partner mit der Herstellung biologischer Wirkstoffe zu beauftragen, übernimmt BASF diese Wertschöpfung künftig selbst.
Eigenproduktion statt Abhängigkeit
Die Anlage kostet einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Sie produziert bereits zwei zentrale biologische Wirkstoffe: Bacillus amyloliquefaciens, die Basis des Fungizids Serifel, sowie den Wirkstoffkern von Inscalis, einem Insektizid aus dem Pilzstamm Penicillium coprobium.
Der Prozess nutzt Mikroorganismen, die nachwachsende Rohstoffe wie Glukose in biologische Wirkstoffe umwandeln. Das erhöht die Flexibilität und macht die Lieferkette robuster gegen Lieferausfälle. Der BioHub ist skalierbar ausgelegt — sobald weitere Wirkstoffe aus der Entwicklungspipeline marktreif sind, lässt sich die Kapazität erweitern.
Börsengang 2027 im Blick
Der BioHub-Start fällt in eine Phase des Umbaus. Seit Mai 2026 operiert Agricultural Solutions als eigenständiges Segment. Das schafft die Voraussetzung für einen geplanten Börsengang in Frankfurt im Jahr 2027.
Die Sparte erzielte 2025 einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro. Der globale Markt für biologische Pflanzenschutzmittel wächst — BASF will davon stärker profitieren.
Konzernprognose bleibt stabil
Auf Konzernebene läuft das Jahr solide, aber nicht glänzend. Das EBITDA vor Sonderposten fiel im ersten Quartal 2026 auf 2,4 Milliarden Euro, nach 2,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Währungseffekte und leicht gesunkene Preise belasteten den Umsatz. Die Jahresprognose hält der Konzern aufrecht: EBITDA zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro sowie ein Free Cashflow zwischen 1,5 und 2,3 Milliarden Euro.
Parallel wurden Insiderkäufe bekannt. Vorstandsmitglied Dr. Dirk Elvermann erwarb BASF-Aktien für rund 45.800 Euro zu einem Kurs von 50,91 Euro.
Die Aktie notiert aktuell bei 54,01 Euro — rund 21 Prozent über dem Stand vor einem Jahr und knapp unterhalb des 52-Wochen-Hochs von 54,70 Euro. Das dürfte dem Insiderkauf im Nachhinein recht geben.
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