BASF Aktie: Cashflow überrascht
Der Chemiekonzern meldet eine deutlich verbesserte Barmittelgenerierung, verfehlt jedoch seine eigene operative Gewinnprognose. Analysten bewerten die Zahlen gespalten.

- Operatives Ergebnis fällt unter eigene Prognose
- Free Cashflow übertrifft Erwartungen deutlich
- Gemischte Reaktionen von Finanzanalysten
- Detaillierter Ausblick für 2026 folgt im Februar
BASF hat am Freitag vorläufige Zahlen für 2025 vorgelegt – und liefert ein zwiespältiges Bild. Während das operative Ergebnis enttäuscht und unter die eigene Prognose fällt, überrascht der Chemiekonzern mit einem unerwartet starken Free Cashflow. Die Aktie verlor daraufhin rund 1,6 Prozent auf 45,76 Euro.
Die wichtigsten Fakten:
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- EBITDA vor Sondereinflüssen: 6,6 Mrd. Euro (Prognose verfehlt)
- Free Cashflow: 1,3 Mrd. Euro (fast verdoppelt gegenüber Vorjahr)
- Nettoergebnis: 1,6 Mrd. Euro (deutlich über Erwartungen)
- Umsatz: 59,7 Mrd. Euro (Rückgang von 61,4 Mrd. Euro)
Operative Schwäche trifft auf Finanzdisziplin
Das operative Geschäft enttäuschte. Mit einem EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,6 Milliarden Euro rutschte BASF nicht nur unter die Analystenerwartung von 6,7 Milliarden Euro, sondern auch unter die eigene Zielspanne von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte dieser Wert noch bei 7,2 Milliarden Euro gelegen. Verantwortlich dafür waren vor allem niedrigere Verkaufspreise und negative Währungseffekte.
Der Umsatz sank von 61,4 auf 59,7 Milliarden Euro. Die anhaltend schwierige Nachfragesituation in der globalen Chemiebranche und Preisdruck bei Polymeren belasten das Geschäft.
Doch es gibt auch positive Signale: Der Free Cashflow schoss auf 1,3 Milliarden Euro nach oben und übertraf damit sowohl die Analystenschätzungen (0,6 Milliarden Euro) als auch die eigene Prognose (0,4 bis 0,8 Milliarden Euro) deutlich. Treiber waren striktes Bestandsmanagement und geringere Investitionsausgaben. Auch das Nettoergebnis überraschte mit 1,6 Milliarden Euro positiv – der Markt hatte nur 1,2 Milliarden Euro erwartet.
Analysten spalten sich
Die Reaktionen der Finanzanalysten fielen gemischt aus. Die DZ Bank stufte die Aktie von “Kaufen” auf “Halten” herab und senkte das Kursziel von 55 auf 50 Euro. JPMorgan bleibt skeptisch mit einem “Underweight”-Rating und einem Kursziel von 40 Euro – die Bank erwartet weitere Senkungen der Konsensschätzungen für 2026.
Bernstein Research hingegen hält an “Outperform” mit Kursziel 53 Euro fest und hebt die starke Barmittelgenerierung als Stütze für die Dividende hervor. Warburg Research sieht die Talsohle durchschritten und erwartet ab der zweiten Jahreshälfte 2026 positive Effekte aus eingeleiteten Maßnahmen.
Ausblick auf Februar
Am 27. Februar folgt der detaillierte Geschäftsbericht mit konkretem Ausblick auf 2026. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben. Die Frage ist, ob die operative Schwäche nur zyklisch bedingt ist oder strukturelle Probleme aufzeigt. Das Management reagiert bereits: Die Investitionspläne für den Standort Zhanjiang in China wurden von 10 auf 8,7 Milliarden Euro reduziert, was kurzfristig Spielraum schafft.
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