BASF Aktie: China-Meilenstein
BASF nimmt zentralen Steamcracker in China in Betrieb, während Analysten von Kauf- bis Verkaufsempfehlungen reichen. Der Jahresabschluss im Februar soll Klarheit bringen.

- Planmäßige Inbetriebnahme des Zhanjiang-Verbundstandorts
- Analysten reichen von Buy- bis Sell-Empfehlungen
- Größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte
- Wichtige Quartalszahlen am 27. Februar 2026
BASF startet mit einem klaren Kontrast in die neue Woche: Strategisch meldet der Chemiekonzern einen wichtigen Fortschritt in China, gleichzeitig bleiben Analysten bei der Bewertung gespalten. Im Zentrum steht die planmäßige Inbetriebnahme des Großprojekts in Zhanjiang – während Einschätzungen von „Buy“ bis „Sell“ reichen. Wie passt das zusammen?
Analysten gespalten
Zum Wochenausklang prallten unterschiedliche Einschätzungen aufeinander. Warburg Research sorgte bereits am Donnerstag für einen positiven Akzent und hob die Einstufung von „Hold“ auf „Buy“ an. Begründung: Die Analysten rechnen mit operativen Verbesserungen, die insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2026 deutlich an Fahrt gewinnen sollen.
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Dem steht eine zurückhaltende Linie anderer Häuser gegenüber. Barclays bestätigte am Freitag lediglich „Equal Weight“ und signalisiert damit eher eine abwartende Haltung. Berenberg bleibt sogar bei seiner Verkaufsempfehlung. Die Spanne von Kauf- bis Verkaufsvotum zeigt, wie unterschiedlich die kurzfristigen Perspektiven des Chemiekonzerns eingeschätzt werden.
Der Kurs spiegelt diese gemischte Lage nur begrenzt wider: Am Freitag schloss die Aktie bei 44,94 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten ergibt sich ein Plus von knapp 7 %, gleichzeitig liegt der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch bei rund 17 %. Das Papier bewegt sich damit leicht über seinen mittelfristigen Durchschnitten, ohne einen klaren Trend nach oben auszubilden.
Wichtiger Schritt in China
Parallel zu den Analystenkommentaren meldete BASF operativ einen klaren Fortschritt. Am neuen Verbundstandort im südchinesischen Zhanjiang wurde der zentrale Steamcracker planmäßig in Betrieb genommen. Diese Anlage bildet das Herzstück des Standorts.
Die Eckpunkte des Projekts:
- Kapazität von rund 1 Mio. Tonnen Ethylen pro Jahr
- Versorgung zahlreicher nachgelagerter Anlagen mit chemischen Grundstoffen
- Größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte
- Vollständige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien
- Fokus auf den chinesischen Markt als größten und am schnellsten wachsenden Chemiemarkt der Welt
Strategisch zielt der Konzern damit klar auf Asien als Wachstumsschwerpunkt. Während das europäische Geschäft weiter unter strukturellen Herausforderungen leidet, soll Zhanjiang zusätzliche Volumina und eine effizientere, energieärmere Produktion ermöglichen. Der Standort wird damit zu einem Vorzeigeprojekt für eine nachhaltigere und zugleich wettbewerbsfähige Chemieproduktion.
Zwischen Unsicherheit und langfristiger Strategie
Die Kombination aus zurückhaltenden Analystenstimmen und starkem Ausbau in China verdeutlicht das Spannungsfeld: Kurzfristig sehen einige Marktteilnehmer Risiken durch schwache Nachfrage und Ergebnisunsicherheiten, mittelfristig setzt der Konzern auf eine klare Wachstumsachse in Asien.
Charttechnisch bewegt sich die Aktie aktuell nahe ihrem 50‑ und 200‑Tage-Durchschnitt. Der 14‑Tage-RSI liegt mit 42,3 im neutralen Bereich, von einer überkauften oder stark überverkauften Situation ist der Titel damit entfernt. Die annualisierte 30‑Tage-Volatilität von gut 70 % signalisiert jedoch, dass die Schwankungsbreite zuletzt deutlich erhöht war.
27. Februar im Fokus
Konkrete Antworten auf die aktuell widersprüchlichen Einschätzungen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit am 27. Februar 2026 folgen. Dann legt der Konzern die endgültigen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor und gibt einen detaillierten Ausblick auf 2026.
Diese Veröffentlichung wird zum Prüfstein für mehrere Punkte:
- Bestätigung oder Korrektur der optimistischen Warburg-Prognose für die zweite Jahreshälfte 2026
- Einordnung der Nachfrageentwicklung in den Kernmärkten
- Konkretere Aussagen zur Ergebniswirkung des Standorts Zhanjiang in den kommenden Jahren
Bis dahin bleibt das Bild zweigeteilt: Operativ setzt BASF mit dem China-Projekt einen klaren strategischen Akzent, während der Aktienkurs im Vorfeld der Zahlen eher seitwärts tendiert und auf ein klareres Fundament für die nächste größere Bewegung wartet.
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