BASF Aktie: Citibank senkt Kursziel auf 58 Euro

Citibank reduziert BASF-Kursziel auf 58 Euro, bestätigt aber Kaufvotum. Der Chemiekonzern steht vor Herausforderungen durch Rohstoffkosten und China-Reise.

Die Kernpunkte:
  • Citibank senkt Kursziel auf 58 Euro
  • Kaufempfehlung bleibt trotz Kursziel-Knick
  • BASF-Chef reist nach China
  • Rohstoffkosten belasten operatives Geschäft

BASF bekommt einen kleinen Dämpfer aus dem Analystenlager. Die Citibank senkt das Kursziel und streicht eine positive Sondermarkierung, hält aber an ihrer Kaufempfehlung fest. Der Kurs reagiert verhalten: Aktuell notiert die Aktie bei 50,85 Euro und liegt leicht im Minus.

Citibank nimmt Tempo heraus

Die Citibank senkte am 28. Mai 2026 ihr Kursziel für BASF von 61 Euro auf 58 Euro. Analyst Sebastian Satz bestätigte zwar das Votum „Buy“, entfernte die Aktie aber von der „Positive Catalyst Watch“.

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Das ist kein harter Bruch mit der bisherigen Einschätzung. Eher nimmt die Bank kurzfristig etwas Erwartungsdruck aus der Aktie. Als Begründung nennt sie eine schnellere Erholung der asiatischen Petrochemie-Preise nach dem Iran-Konflikt. Für BASF ist das relevant, weil Preisbewegungen in der Petrochemie direkt auf Margen und Nachfrageerwartungen durchschlagen.

Der Kurs hat zuletzt bereits an Schwung verloren. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Minus von 2,40 Prozent, über einen Monat sind es 6,46 Prozent. Seit Jahresbeginn bleibt aber ein Plus von 13,66 Prozent stehen.

Damit ist das Chartbild nicht gebrochen, aber weniger sauber als noch im Frühjahr. Die Aktie liegt unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 52,01 Euro, hält aber weiter Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt bei 46,65 Euro. Der Puffer beträgt 9,01 Prozent.

China-Reise trifft einen wunden Punkt

Parallel dazu ist BASF-Chef Markus Kamieth in China unterwegs. Er begleitet eine 35-köpfige Wirtschaftsdelegation unter Leitung von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Stationen sind Peking und die Provinz Guangdong.

Der Zeitpunkt ist sensibel. In den Gesprächen mit Chinas Handelsminister Wang Wentao und Vize-Premier He Lifeng geht es um Zugang zu kritischen Rohstoffen, darunter seltene Erden. Für einen Chemiekonzern wie BASF ist das mehr als politische Kulisse. Rohstoffzugang, Exportregeln und Wettbewerbsbedingungen beeinflussen Lieferketten direkt.

China hatte zuletzt Ausfuhrbeschränkungen für bestimmte Rohstoffe erlassen. Das erhöht die strategische Bedeutung solcher Gespräche. Kein Wunder, dass der Markt bei BASF nicht nur auf Analystenkommentare schaut, sondern auch auf geopolitische Signale.

Rohstoffe bleiben der Störfaktor

Das operative Umfeld bleibt angespannt. Brent-Öl notierte am Morgen bei 94,79 US-Dollar, während die Blockade der Straße von Hormus weiter Unsicherheit erzeugt. Für BASF bedeutet das: Rohstoffkosten bleiben ein bewegliches Ziel.

Die jüngsten Fundamentaldaten zeigen bereits Druck. Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz auf 16,02 Milliarden Euro, ein Rückgang von knapp 8 Prozent. Das Ergebnis je Aktie lag bei 1,06 Euro.

Für das Gesamtjahr wird derzeit eine Dividende von etwa 2,28 Euro je Aktie erwartet. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 54,70 Euro, der Abstand dorthin beträgt 7,04 Prozent. Die Aktie ist also nicht weit von ihren jüngsten Hochs entfernt, braucht für einen neuen Anlauf aber wieder klarere Impulse.

Kurzfristig bleibt BASF zwischen zwei Kräften eingeklemmt: Die Citibank sieht weiter Aufwärtspotenzial bis 58 Euro, nimmt aber den kurzfristigen Sondertreiber heraus. Solange der Kurs über dem 200-Tage-Durchschnitt von 46,65 Euro bleibt, dominiert kein Verkaufssignal — die nächsten Impulse kommen nun aus China, von den Petrochemie-Preisen und vom Ölmarkt.

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