BASF Aktie: Citigroup hebt Kursziel auf 60 Euro
Citigroup hebt BASF-Kursziel auf 60 Euro an, während der Konzern höhere Preise für mehrere Chemieprodukte in wichtigen Märkten durchsetzt.

- Citigroup erhöht BASF-Kursziel auf 60 Euro
- Preise für mehrere Chemieprodukte angehoben
- BASF reicht Patentklage gegen Apple ein
- Plantapon Amino ASP erhält Innovationspreis
BASF treibt in dieser Woche zwei Themen parallel voran, die für Anleger unmittelbare Relevanz besitzen: eine Kurszielanhebung von Citigroup sowie spürbare Preiserhöhungen in wichtigen Chemieprodukten. Beide Entwicklungen fielen auf den 3. September und geben ein Bild eines Konzerns, der sowohl auf Kapitalmarkt- als auch auf operativer Seite Rückenwind sucht.
Citigroup sieht mehr Potenzial
Citigroup hob das Kursziel für BASF am 3. September von 58 auf 60 Euro an und bestätigte die Einstufung Buy. Die Anhebung kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die Aktie ohnehin in guter Verfassung notiert: Am Freitag schloss das Papier bei 53,33 Euro, nach einem moderaten Rückgang von 0,2 Prozent auf Tagessicht. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Plus von 5,3 Prozent zu Buche, seit Jahresanfang summiert sich der Kursgewinn auf 20 Prozent.
Damit bewegt sich die Aktie rund 3,1 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 55,05 Euro, das am 14. April markiert wurde. Zugleich liegt der Kurs deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 49,98 Euro sowie über dem 200-Tage-Durchschnitt von 48,89 Euro – ein Bild, das die positive mittelfristige Tendenz stützt, auf die auch Citigroup mit der Kurszielanhebung reagiert haben dürfte.
Eine andere Einschätzung kam bereits am 2. September von MWB Research, das die Aktie von Buy auf Hold zurückstufte und dies mit einem inzwischen normalisierten Risiko-Rendite-Profil begründete.
Preiserhöhungen bei mehreren Kernprodukten
Parallel zur Analystendebatte setzte BASF zum 1. September angekündigte Preisanpassungen in Nordamerika um. Betroffen sind Caprolactam, Polyamid 6 sowie Polyamid-6/66-Copolymere. Zusätzlich erhöhte der Konzern die Preise für Neopentylglykol (NPG) sowohl in Europa als auch in Nordamerika. Die Ankündigung der Preisschritte war bereits Ende August erfolgt, die Umsetzung folgte pünktlich zum Monatswechsel.
Solche Preiserhöhungen bei Vorprodukten für Kunststoffe und Fasern gelten als Signal dafür, dass BASF versucht, gestiegene Rohstoff- und Energiekosten an Kunden weiterzugeben. Für Anleger ist das ein Indiz dafür, wie stark der Konzern seine Preissetzungsmacht in einem Marktumfeld nutzen kann, das zuletzt von schwankenden Nachfragebedingungen in der Chemieindustrie geprägt war.
Rechtsstreit mit Apple bleibt im Fokus
Ein weiteres Thema, das die Aktie in dieser Woche begleitet, ist die Patentklage gegen Apple. BASF reichte am 3. September in den USA eine Klage ein und wirft dem Technologiekonzern vor, Face-ID- und Gesichtsauthentifizierungstechnologie in iPhones und iPads ohne Lizenz zu nutzen.
Reuters berichtete über den Vorgang, der über mehrere Medien Verbreitung fand. Ein Ausgang des Verfahrens steht naturgemäß noch aus, dürfte aber angesichts der Tragweite der betroffenen Patente auf mittlere Sicht Beachtung finden.
Auszeichnung als Randnotiz
Abseits von Kapitalmarkt und Rechtsstreit erhielt BASF am 1. September für sein Produkt Plantapon Amino ASP den Ringier Technology Innovation Award 2026 in der Kategorie Functional Chemicals – Surfactants.
Die Auszeichnung dürfte für Anleger eine untergeordnete Rolle spielen, unterstreicht aber die Innovationsaktivität im Bereich funktionaler Chemikalien, die neben den größeren Segmenten wie Petrochemie und Materials zum Portfolio des Konzerns zählt.
In der Gesamtschau zeigt sich BASF derzeit als Unternehmen, das operative Preisdisziplin, juristische Offensive und positive Analystenresonanz gleichzeitig verfolgt – ein Mix, der die Aktie mit einer Marktkapitalisierung von 45,94 Milliarden Euro weiterhin im Blick der Anleger hält.
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