BASF Aktie: CoreShift senkt Kosten um ein Fünftel bis 2029
BASF-Chef Kamieth prognostiziert massive Lieferengpässe und startet das Sparprogramm "CoreShift". Die Aktie verliert an Wert.

- Düstere Prognose für globale Lieferketten
- Sparprogramm "CoreShift" gestartet
- Verkauf von Randbereichen geplant
- Aktie fällt unter wichtige Marke
Steigende Inflation, geopolitische Spannungen und ein drohender Engpass bei essenziellen Rohstoffen. BASF-Chef Markus Kamieth zeichnet für das zweite Halbjahr ein düsteres Bild. Der Chemieriese stemmt sich gegen den Gegenwind und drückt bei den internen Kosten massiv auf die Bremse.
Düstere Prognose für Lieferketten
Auf einer Journalistenveranstaltung in Frankfurt fand Kamieth klare Worte. Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran bedroht die globalen Lieferketten. Besonders Vorprodukte wie Schwefel und Helium werden knapp. Ein Stillstand in der Automobilproduktion rückt in greifbare Nähe.
Einkaufsteams großer Hersteller wie Volkswagen und Mercedes-Benz schlagen bereits Alarm. Sperrt der Iran die Straße von Hormus, droht ein weiterer Preisschock bei Öl und Raffinerieprodukten. Die Folge: Ein massiver Kostendruck für die gesamte Industrie. BASF reagiert als globaler Chemiekonzern extrem sensibel auf solche Schocks.
Radikaler Schnitt bei den Kosten
Parallel zur äußeren Krise baut das Management den Konzern intern drastisch um. Das neue Programm „CoreShift“ soll die fixen Betriebskosten im Kerngeschäft bis 2029 um ein Fünftel senken. Basisjahr für diese Berechnung ist 2024. Weitere Stellenstreichungen sind fest eingeplant.
Im gleichen Schritt trennt sich BASF von Randbereichen. Das Silikat-Geschäft in Düsseldorf geht an das US-Unternehmen PQ. Der Abschluss ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Für 2027 peilt der Vorstand den Börsengang der Agrarsparte an.
Prognose steht, Aktie schwächelt
Trotz der massiven Unsicherheiten hält BASF an den Jahreszielen fest. Das operative Ergebnis vor Sonderposten soll zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro liegen. An der Börse dominiert derzeit jedoch die Skepsis.
Mit einem Schlusskurs von 49,35 Euro hat das Papier auf Monatssicht deutlich nachgegeben. Die Aktie rutschte rund fünf Prozent unter die wichtige 50-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn verteidigen die Papiere dennoch ein Plus von gut zehn Prozent.
Der nächste Härtetest folgt im Juli mit den Zahlen zum zweiten Quartal. Dann muss das Management beweisen, ob die Sparmaßnahmen bereits die Profitabilität stützen. Analysten sehen die faire Bewertung im Schnitt bei knapp 53 Euro. Das höchste Kursziel am Markt liegt derzeit bei 65 Euro.
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 14. Juni liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




