BASF Aktie: Der Tiefpunkt?

Der Chemieriese übertrifft seine Sparziele und verkauft die Lacksparte, dämpft jedoch die Erwartungen für das laufende Jahr deutlich. Die Analystenschätzungen werden verfehlt.

Die Kernpunkte:
  • Kostenziele für 2026 auf 2,3 Milliarden Euro erhöht
  • Verkauf der Lacksparte für 7,7 Milliarden Euro vereinbart
  • Aktienrückkäufe und Dividende als Brücke bis 2028
  • EBITDA-Prognose für 2026 liegt unter Analystenkonsens

Der weltgrößte Chemiekonzern spart schneller als geplant, kauft massiv eigene Aktien zurück und trennt sich von der Lacksparte für 7,7 Milliarden Euro. Trotzdem dämpft Vorstandschef Markus Kamieth die Erwartungen für 2026 deutlich — und liegt damit spürbar unter dem, was Analysten erhofft hatten.

Sparziele übertroffen, Milliarden an Aktionäre

Das Kostenprogramm liefert: Bis Ende 2025 steigerte BASF die jährlichen Einsparungen auf 1,7 Milliarden Euro und übertraf damit die eigenen Vorgaben. Für 2026 wurde die Zielmarke auf 2,3 Milliarden Euro angehoben. Seit Ende 2023 wurden bereits 4.800 Stellen abgebaut, weitere Verwaltungs- und IT-Funktionen wandern nach Indien und Malaysia. Die Sachinvestitionen sinken um 20 Prozent.

Parallel läuft ein aggressives Aktienrückkaufprogramm. Allein in der ersten Märzwoche erwarb BASF rund 3,6 Millionen eigene Aktien. Das laufende Programm umfasst bis zu 1,5 Milliarden Euro — Teil eines Gesamtvolumens von mindestens 4 Milliarden Euro bis 2028. Zusammen mit der jährlichen Dividende von mindestens 2,25 Euro je Aktie plant der Konzern, bis 2028 insgesamt mindestens 12 Milliarden Euro an Aktionäre auszuschütten.

Lacksparte geht, Biopestizide kommen

Die Portfoliobereinigung schreitet konkret voran. Das Geschäft mit optischen Aufhellern wurde Ende Februar abgeschlossen. Die Lacksparte verkauft BASF für 7,7 Milliarden Euro an Carlyle und QIA — rund 5,8 Milliarden Euro fließen sofort in bar. Eine 40-Prozent-Beteiligung behält der Konzern. Der Abschluss ist für das zweite Quartal 2026 geplant. Auf der Einkaufsseite steht die Übernahme des texanischen Biopestizid-Spezialisten AgBiTech.

Ausblick bleibt hinter Erwartungen zurück

Für 2026 erwartet BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Der Mittelpunkt dieser Spanne liegt bei 6,6 Milliarden Euro — und damit deutlich unter der Konsensschätzung der Analysten von rund 7,0 Milliarden Euro. CEO Kamieth rechnet weder mit einer konjunkturellen Belebung noch mit einer Entspannung geopolitischer Spannungen. Zusätzlich belastet die Schwäche des US-Dollars: Allein im ersten Quartal könnte der Währungseffekt das operative Ergebnis um bis zu 200 Millionen Euro drücken.

Den freien Cashflow erwartet BASF bei maximal 2,3 Milliarden Euro — zu wenig, um die Dividende vollständig aus laufenden Einnahmen zu finanzieren. Der Konzern hält dennoch an der Ausschüttung fest. Ex-Dividenden-Tag ist der 4. Mai 2026, die Zahlung folgt am 6. Mai.

Am 30. April präsentiert BASF die Quartalsergebnisse für das erste Quartal — und stellt sich am selben Tag auf der Hauptversammlung in Mannheim den Aktionären. Eine breite Markterholung erwartet Kamieth frühestens für 2027. Bis dahin sollen die milliardenschweren Ausschüttungen als Brücke dienen.

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