BASF Aktie: Deutsche Bank setzt Kursziel auf 60 Euro

Analysten uneins über BASF: JPMorgan senkt auf Underweight, Deutsche Bank hält an Buy mit 60 Euro Kursziel fest. Politische Signale zum Emissionshandel und solide Kursentwicklung prägen das Bild.

Die Kernpunkte:
  • JPMorgan senkt, Deutsche Bank bleibt optimistisch
  • Kursziel 60 Euro bei Deutsche Bank Research
  • Politische Signale zum Emissionshandel beachtet
  • Aktie steigt seit Jahresbeginn um 16 Prozent

Die Einschätzungen zu BASF könnten unterschiedlicher kaum ausfallen. Während JPMorgan Anfang August auf „Underweight“ herunterstufte, sieht Deutsche Bank Research das Papier bei „Buy“ und nennt ein Kursziel von 60 Euro. Diese Spanne zeigt, wie gespalten der Markt den Chemiekonzern derzeit bewertet.

Deutsche Bank Research äußerte sich am 12. August zuversichtlich zur BASF-Aktie und bekräftigte die Kaufempfehlung mit dem genannten Kursziel von 60 Euro – deutlich über dem aktuellen Kursniveau. JPMorgan hatte gut eine Woche zuvor, am 4. August, die entgegengesetzte Richtung eingeschlagen und die Einstufung auf „Underweight“ gesenkt.

Berenberg wiederum hatte bereits Ende Juli sein Votum „Hold“ bestätigt und das Kursziel von 47 auf 50 Euro angehoben – ein moderat positives Signal, das aber schon einige Wochen zurückliegt und nicht als frische Einschätzung zu werten ist.

Politische Signale aus Berlin

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt der Titel vor rund zehn Tagen durch Äußerungen von Katherina Reiche zu möglichen Reformen beim Emissionshandel. Positive Signale aus der Politik zu diesem Thema gelten in der energieintensiven Chemieindustrie traditionell als kursrelevant, auch wenn ein konkreter Unternehmensbeschluss von BASF dazu bislang nicht vorliegt.

Für Anleger bleibt die Entwicklung beim Emissionshandel dennoch ein Faktor, den sie im Blick behalten dürften – gerade weil BASF als energieintensiver Produzent von den Rahmenbedingungen in diesem Bereich unmittelbar betroffen ist.

Kursverlauf spiegelt gemischte Gemengelage

Am Kursverlauf lässt sich die widersprüchliche Nachrichtenlage bislang kaum ablesen. Die Aktie schloss am Freitag bei 51,60 Euro, ein Plus von 0,5 Prozent auf Tagessicht.

Über die vergangenen 30 Tage hat sich der Kurs um 6,2 Prozent verbessert, seit Jahresbeginn steht ein Zuwachs von 16 Prozent zu Buche. Zum 52-Wochen-Hoch von 55,05 Euro, erreicht im April, fehlen aktuell 6,3 Prozent.

Diese Konstellation – ein Kurs deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 48,48 Euro, aber noch spürbar unter dem Jahreshoch – passt zu einem Markt, der zwischen den skeptischen und den optimistischen Analystenstimmen noch keine klare Richtung gefunden hat. Der RSI von 59,4 signalisiert dabei weder eine überkaufte noch eine überverkaufte Situation, sondern eher eine Konsolidierungsphase nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Wochen.

Für Anleger bedeutet die aktuelle Gemengelage vor allem eines: Die fundamentale Bewertung von BASF bleibt umstritten. Wer der Einschätzung von Deutsche Bank Research folgt, sieht angesichts des Kursziels von 60 Euro noch deutliches Potenzial. Wer sich an JPMorgans vorsichtigerer Haltung orientiert, dürfte auf weitere Kurszuwächse skeptischer blicken.

Entscheidend wird sein, ob sich die politischen Signale zum Emissionshandel in konkrete regulatorische Erleichterungen für die Chemieindustrie übersetzen lassen – das würde der Bewertung durch Deutsche Bank Research zusätzliches Gewicht verleihen.

Anzeige

BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 24. August liefert die Antwort:

Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu BASF