BASF Aktie: Doppelschlag belastet

Zwei kritische Analystenberichte von JPMorgan und Barclays belasten die BASF-Aktie. Sie verlieren 3,7% und sehen sich strukturellem Druck durch Überkapazitäten in China ausgesetzt.

Die Kernpunkte:
  • JPMorgan warnt vor strukturellem Druck aus China
  • Barclays senkt Kursziel für BASF-Aktie
  • Aktie verliert über 3 Prozent an einem Tag
  • Branchenweite Herausforderungen belasten den Konzern

Zwei Analystenberichte an einem Tag – beide mit gedämpften Erwartungen. JPMorgan und Barclays äußerten sich am Freitag kritisch zu den Perspektiven des Ludwigshafener Chemiekonzerns. Die Folge: Die Aktie zählte zu den größten DAX-Verlierern und rutschte zum Handelsschluss um 3,67 Prozent auf 44,59 Euro ab. Der Start in die neue Woche dürfte holprig verlaufen.

Die Fakten im Überblick:
– JPMorgan bestätigt “Underweight” – struktureller Druck durch Überkapazitäten in China
– Barclays senkt Kursziel, verweist auf maue Absatzvolumina und träge Preisentwicklung 2026
– Aktie verlor am Freitag 3,67 Prozent, steht damit rund 17 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch

JPMorgan warnt vor China-Risiken

Die US-Bank sieht den europäischen Chemiesektor weiterhin unter strukturellem Druck. Analyst Chetan Udeshi macht vor allem das anhaltende Überangebot und die wachsende Konkurrenz aus China verantwortlich. Zwar strebe die chinesische Regierung Maßnahmen gegen Überkapazitäten an, doch die Signale seien durchwachsen. Konkrete Belege für eine spürbare Besserung fehlen bislang. Die Konsequenz: Eine deutliche Gewinnerholung in der Branche bleibt aus Sicht von JPMorgan vorerst ungewiss.

Barclays zeichnet düsteres Branchenbild

Auch die britische Investmentbank Barclays blieb zurückhaltend und senkte ihr Kursziel für die BASF-Aktie. Die Einstufung “Equal Weight” behielten die Analysten zwar bei, doch ihre Branchenstudie fällt ernüchternd aus. Für 2026 erwarten die Experten schwache Absatzvolumina und eine verhaltene Preisentwicklung im europäischen Chemiesektor. Die träge Wirtschaftsentwicklung in Europa dämpft die Nachfrage nach chemischen Vorprodukten aus wichtigen Industriezweigen wie der Automobil- oder Baubranche.

Branchenproblem statt Einzelfall

Die beiden Analysen verdeutlichen: Es geht weniger um unternehmensspezifische Schwächen bei BASF. Vielmehr kämpft die gesamte Branche mit makroökonomischen Herausforderungen. Die Abhängigkeit von der globalen Konjunktur, insbesondere von der Nachfrage aus China, erweist sich als zentraler Belastungsfaktor. Die von JPMorgan hervorgehobenen Überkapazitäten in Asien drücken auf die Margen der europäischen Hersteller – ein strukturelles Problem, das sich kurzfristig kaum lösen lässt.

Am 27. Februar 2026 wird BASF die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegen. Dann zeigt sich, wie das Unternehmen das herausfordernde Schlussquartal gemeistert hat – und vor allem, welchen Ausblick das Management für 2026 gibt.

BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 19. Januar liefert die Antwort:

Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...