BASF Aktie: Erfolgsrezept gefunden!

Der Chemieriese übertrifft die Gewinnerwartungen und beschleunigt den Stellenabbau. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern jedoch mit anhaltendem Gegenwind durch Währungseffekte und geopolitischen Spannungen.

Die Kernpunkte:
  • Nettogewinn übertrifft Analystenerwartungen deutlich
  • Beschleunigter Stellenabbau und höhere Einsparziele
  • Vorsichtiger Ausblick für 2026 trotz positiver Trends
  • China-Strategie als zentraler Wachstumshebel

Der weltgrößte Chemiekonzern drückt beim Stellenabbau aufs Tempo, übertrifft beim Nettogewinn die Erwartungen — und blickt dennoch vorsichtig auf 2026. Das Zusammenspiel aus Kostendisziplin und einer ambitionierten China-Strategie bestimmt gerade die Debatte um die Aktie.

Restrukturierung zeigt erste Wirkung

BASF hat das Einsparziel auf 2,3 Milliarden Euro bis Ende 2026 angehoben. Bis Ende 2025 wurden bereits jährliche Einsparungen von rund 1,7 Milliarden Euro erreicht — 100 Millionen mehr als ursprünglich geplant. Seit Ende 2023 sind 4.800 Stellen weggefallen, weitere Verlagerungen nach Indien und Malaysia sind vorgesehen. Sachinvestitionen sollen bis 2029 um 20 Prozent sinken.

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Der Konzern richtet sich dabei neu aus: Margenstärkere Segmente wie Agricultural Solutions und Coatings rücken in den Vordergrund, kapitalintensive Bereiche werden zurückgefahren. Den Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern an Catexel schloss BASF Ende Februar ab — ein weiterer Schritt der Portfoliobereinigung.

Beim Nettogewinn 2025 überraschte BASF positiv: 1,6 Milliarden Euro — deutlich über dem Analystenkonsens von 1,2 Milliarden Euro. Der Umsatz gab hingegen auf rund 59,7 Milliarden Euro nach, belastet vor allem durch Währungseffekte aus Dollar, Renminbi und Real.

Ausblick 2026: Gegenwind bleibt

Für das laufende Jahr erwartet BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro — eine Bandbreite, die wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt. Vorstandschef Markus Kamieth rechnet weder mit einer konjunkturellen Belebung noch mit einer Entspannung geopolitischer Spannungen. Allein die Dollarschwäche könnte das operative Ergebnis im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro belasten.

Positiv: Der Free Cashflow soll erstmals seit Jahren die Dividendenausschüttung vollständig abdecken — geplant sind 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro. Die Dividende bleibt bei 2,25 Euro je Aktie stabil, Auszahlung am 6. Mai 2026.

In China setzt BASF auf den neuen Verbund-Standort Zhanjiang — nach Ludwigshafen und Antwerpen der drittgrößte des Konzerns. Während die EU und die USA mit weiter sinkender Chemieproduktion rechnen müssen, erwartet BASF in China zumindest moderates Wachstum. Das macht die China-Strategie zum zentralen Hebel — und gleichzeitig zur größten Unsicherheitsvariable.

Die Q1-Zahlen am 30. April werden zeigen, ob der Konzern den Jahresstart trotz Währungsgegenwind im Rahmen der eigenen Prognose halten konnte.

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