BASF Aktie: Evonik-Offerte abgelehnt?

Bis zum 25. September erwarb BASF insgesamt 5.025.589 Aktien; der Börsengang des Agrargeschäfts ist für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Kernpunkte:
  • 838.832 Aktien in einer Woche zurückgekauft
  • Rückkaufvolumen übersteigt fünf Millionen Anteile
  • Börsengang des Agrargeschäfts für 2027 angestrebt
  • Evonik wies Angebot über rund zehn Milliarden zurück

Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF setzt bei seiner Kapitalallokation weiter auf den Erwerb eigener Anteilsscheine. Während strategische Weichenstellungen die Branche bewegen, schuf das Unternehmen am Kapitalmarkt Fakten und stockte das laufende Rückkaufprogramm spürbar auf.

Mehr als fünf Millionen Anteile erworben

Am Montag meldete das Unternehmen den Vollzug weiterer Transaktionen: Im Zeitraum vom 21. bis einschließlich 25. September erwarb BASF insgesamt 838.832 eigene Aktien über die Börse. Damit beschleunigte sich das Tempo gegenüber der Vorwoche, in der zwischen dem 14. und 18. September 644.178 Papiere zurückgekauft worden waren.

Seit dem Start der Maßnahme am 3. August summierte sich das Volumen bis einschließlich 25. September auf exakt 5.025.589 Aktien. Das Management nutzt das Instrument, um kontinuierlich Anteile einzuziehen und den Wert pro Aktie für die verbleibenden Anteilseigner zu stärken. Anleger honorieren derartige Maßnahmen in der Regel als Signal verlässlicher Kapitaldisziplin.

Gestern schloss das Papier im Handel bei 49,67 Euro, womit der Kurs mit einem minimalen Plus von 0,09 Prozent praktisch punktgenau auf seinem 200-Tage-Durchschnitt von 49,63 Euro notiert.

Strategische Großprojekte im Hintergrund

Parallel zu den Stützungskäufen laufen die Vorbereitungen für umfassende Umbauten im Konzernportfolio. Medienberichten der Fachpublikation C&EN zufolge wurden die Investmentbanken Citi, Deutsche Bank, Goldman Sachs sowie J.P. Morgan mandatiert, um den Börsengang des Agrargeschäfts zu begleiten. BASF strebt diese Abspaltung für Mitte 2027 an.

Zusätzliche Aufmerksamkeit zog der Konzern auf sich, nachdem BASF Sondierungsgespräche mit Evonik bestätigt hatte. Medienberichten zufolge lehnte Evonik Industries eine erste Übernahmeofferte mit einem Volumen von rund 10 Milliarden Euro ab. Zwischen den Unternehmen fanden laut diesen Berichten weiterhin keine direkten Gespräche statt, nachdem BASF das unverbindliche Interesse an einem Angebot für sämtliche Aktien hinterlegt hatte.

Wichtige Frist im Oktober

Für die Marktteilnehmer richtet sich das Augenmerk nun zunehmend auf das operative Tagesgeschäft im abgelaufenen Jahresviertel. Klarheit über die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Segmenten steht unmittelbar bevor.

Am 28. Oktober 2026 wird BASF um 07:00 Uhr MEZ die schriftlichen Informationen zum dritten Quartal 2026 veröffentlichen. Der Zwischenbericht dürfte zeigen, wie sich die globale Nachfrage im Basischemiebereich entwickelt hat und welchen Spielraum das Unternehmen für weitere Kapitalmaßnahmen und strategische Zukäufe besitzt.

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