BASF Aktie: Evonik-Poker?
BASF steigert das Quartals-EBITDA um 14,9 Prozent und hebt die Gesamtjahresprognose an; Analysten ändern ihre Kursziele unterschiedlich.

- JPMorgan hebt Kursziel auf 42 Euro
- Bernstein senkt Ziel auf 59 Euro
- Quartals-EBITDA steigt um 14,9 Prozent
- BASF erhöht EBITDA-Jahresprognose auf 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro
JPMorgan hat gestern das Kursziel für BASF von 40 auf 42 Euro angehoben, die Einstufung „Underweight“ aber beibehalten. Nach den gestern veröffentlichten Quartalszahlen legt die Aktie heute um 2,2% zu. Die Analystenurteile fallen trotz der Kurszielanhebung keineswegs einheitlich aus.
Analysten setzen unterschiedliche Akzente
Bernstein Research senkte gestern das Kursziel von 61 auf 59 Euro und bestätigte „Outperform“. Damit änderten die beiden Häuser ihre Zielmarken in entgegengesetzte Richtungen, hielten aber jeweils an ihrer bisherigen Einstufung fest.
Weitere gestern veröffentlichte Einschätzungen lauteten auf „Kaufen“. Dabei verwies eine Analyse auf das dritte Quartal und mögliches Konsolidierungspotenzial zwischen BASF und Evonik. Eine andere bestätigte einen fairen Wert von 64 Euro. Die Bewertungen reichen damit weiterhin von einer zurückhaltenden Einstufung bis zu ausdrücklichen Kaufempfehlungen.
Ergebnisanstieg und Bedingungen für Evonik
BASF meldete für das dritte Quartal 2026 ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 1.643 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das einem Anstieg um 14,9%.
Gestern erhöhte BASF außerdem die EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr auf 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro. Zuvor hatte die Spanne bei 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro gelegen.
Zum möglichen Evonik-Geschäft äußerte sich CEO Markus Kamieth gestern nach den Quartalszahlen zurückhaltend: Medienberichten zufolge werde BASF Evonik nicht um jeden Preis übernehmen. Einen möglichen Deal werde das Unternehmen nur verfolgen, wenn dieser für die BASF-Aktionäre wertsteigernd sei.
Daneben prüft BASF eine weitere mögliche Neuordnung: Am 19. Oktober unterzeichnete das Unternehmen mit Highsun Holding Group eine unverbindliche Absichtserklärung für ein mögliches 50:50-Gemeinschaftsunternehmen der europäischen PA6-Aktivitäten. Zusätzlich evaluieren beide Unternehmen eine Einbeziehung weltweiter Extrusionsaktivitäten außerhalb Nordamerikas.
Stand heute, 29. Oktober: BASF – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in BASF investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 29. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




