BASF Aktie: Gegenwind bleibt
Der Chemiekonzern BASF sieht sich mit Analystenabstufungen und einem schwierigen Branchenumfeld konfrontiert, während er gleichzeitig mit einem neuen Digital-Hub in Indien die Effizienz steigern will.

- Zwei Analystenhäuser senken ihre Bewertungen
- US-Konkurrent Dow streicht tausende Stellen
- Digital-Hub in Indien soll Effizienz steigern
- Jahreszahlen Ende Februar als nächster Prüfstein
BASF muss gleich an mehreren Fronten liefern: Analysten werden skeptischer, ein US-Wettbewerber zieht die Reißleine – und zugleich treibt der Chemiekonzern seine Digitalisierung in Asien voran. Genau diese Mischung aus Druck von außen und interner Transformation prägt die Lage kurz vor den Jahreszahlen Ende Februar. Kann der neue Digital-Hub in Indien dabei helfen, die Kosten- und Effizienzschraube schnell genug zu drehen?
Analysten dämpfen Erwartungen
Gestern hat AlphaValue/Baader Europe die Aktie auf „Reduce“ herabgestuft. Als Gründe nannten die Analysten globale Überkapazitäten und anhaltenden Preisdruck in den Segmenten Chemie und Materialien. Entsprechend senkten sie ihre Prognosen deutlich – sowohl beim erwarteten Gewinn je Aktie (EPS) für 2026 als auch beim Umsatz.
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In dieselbe Richtung ging eine Einschätzung von Zacks Research, die den BASF-ADR am Donnerstag auf „Strong Sell“ herabstufte. Der Tenor dahinter: Die erhoffte Erholung im Chemiesektor könnte länger brauchen als ursprünglich gedacht.
Dow Inc. als Warnsignal
Dass die Vorsicht nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt der Blick in die USA. Dow Inc. kündigte gestern an, weltweit 4.500 Stellen zu streichen – rund 13% der Belegschaft. Zuvor hatte der Konzern für das vierte Quartal 2025 einen Nettoverlust von 1,5 Mrd. US-Dollar gemeldet.
Für die Branche ist das ein deutliches Signal: Schwache Nachfrage und hohe Energiekosten bleiben Belastungsfaktoren. Und genau dieses Umfeld kann auch BASF nicht einfach ausblenden.
BASF setzt auf Digitalisierung in Indien
Parallel arbeitet BASF an der eigenen Effizienz. Bestätigt sind Pläne für einen globalen „Digital Hub“ im indischen Hyderabad, der im ersten Quartal 2026 starten soll. Der Standort ergänzt bestehende digitale Zentren in Ludwigshafen, Madrid und Kuala Lumpur.
Das Ziel: IT-Dienstleistungen und digitale Lösungen kosteneffizienter bereitstellen und Abläufe weltweit verbessern. Eine Schlüsselrolle soll dabei BASF Digital Solutions Private Limited übernehmen – unter anderem bei der Digitalisierung von Prozessen in Produktion und Lieferkettenmanagement.
Die Fakten im Überblick
- Kurs (heute): 45,83 € (Tagesveränderung: -0,02%)
- Trend: 30 Tage +3,15%, 12 Monate -3,06%
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -15,10% (Hoch: 53,98 €)
- Nächster Termin: Jahreszahlen 2025 und Q4 2025 am 27. Februar 2026
- Neues Projekt: „Digital Hub“ Hyderabad im Q1 2026 geplant
Zum Wochenausklang bewegt sich der Kurs damit weiter im Bereich der mittleren 40 Euro – ohne klaren Befreiungsschub, aber auch ohne akuten Ausverkauf. Der nächste harte Prüfstein kommt am 27. Februar: Dann wird sich zeigen, ob BASF in diesem schwierigen Branchenklima operativ stabil genug bleibt und wie glaubwürdig der Effizienzpfad in die kommenden Quartale hinein wirkt.
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