BASF Aktie: HV mit Weichenstellung

Der Chemiekonzern stellt bei seiner HV am 30. April die Weichen für die Abspaltung der Agrarsparte und legt Q1-Zahlen vor, während Währungseffekte die Jahresprognose belasten.

Die Kernpunkte:
  • Aktionäre stimmen über Abspaltung der Agrarsparte ab
  • Aktienrückkaufprogramm mit 1,5 Milliarden Euro Volumen
  • Vorgeschlagene Dividende von 2,25 Euro je Aktie
  • Währungsgegenwind belastet operative Ergebnisprognose

Zehn Tage vor der Hauptversammlung läuft bei BASF vieles parallel: Aktienrückkauf, Agrar-Spin-off, Quartalszahlen — und ein Währungsgegenwind, der die Prognose unter Druck setzt. Am 30. April wird sich zeigen, ob das Umbau-Programm des Chemiekonzerns trägt.

Rückkauf und Dividende im Paket

Das laufende Rückkaufprogramm hat ein Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro und soll bis Ende Juni abgeschlossen sein. Es ist Teil eines größeren Rahmens: Bis Ende 2028 plant BASF insgesamt vier Milliarden Euro für Rückkäufe ein. Finanziert wird das Programm unter anderem aus dem Verkauf der Coatings-Sparte an Carlyle — ein Mittelzufluss von rund 5,8 Milliarden Euro vor Steuern, erwartet im zweiten Quartal.

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Zur Hauptversammlung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 2,25 Euro je Aktie vor, was in der Summe knapp zwei Milliarden Euro entspricht.

Spin-off und Q1-Zahlen am selben Tag

Der 30. April bringt gleich zwei Entscheidungen auf einmal. Die Aktionäre stimmen über die Abspaltung der Agrarsparte ab, zeitgleich legt BASF die Erstquartalszahlen vor. Die Sparte soll als eigenständige Europäische Aktiengesellschaft an die Frankfurter Börse — angepeilt ist das Jahr 2027. Zum 1. Mai übernimmt Livio Tedeschi, der die Einheit bereits seit 2022 leitet, als eigenständiger Vorstand.

Kurz vor der HV hatte die Agrarsparte noch ein eigenes Signal gesetzt: 40 Millionen Euro fließen in die Modernisierung der Saatgutanlagen im niederländischen Nunhem, Baubeginn im zweiten Quartal, Fertigstellung bis Ende 2028.

Prognose mit Währungsrisiko

Für 2026 erwartet BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Die breite Spanne spiegelt vor allem den Wechselkursfaktor wider: Ein schwacher US-Dollar könnte das operative Ergebnis allein im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro belasten.

Die Q1-Zahlen am 30. April werden zeigen, ob Preiserhöhungen und Kostensenkungen diesen Druck bereits auffangen. Der Kurs notiert aktuell bei 52,90 Euro — rund 18 Prozent im Plus seit Jahresanfang, aber noch gut drei Prozent unter dem Anfang April erreichten 52-Wochen-Hoch von 54,70 Euro. Gelingt ein überzeugender Quartalsbericht, rückt dieses Niveau wieder in Reichweite.

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