BASF Aktie: Kepler bremst Rally

Kepler Cheuvreux stuft BASF von Kaufen auf Halten zurück und senkt Kursziel. Analysten bleiben gespalten, während der Konzern sich auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen vorbereitet.

Die Kernpunkte:
  • Downgrade stoppt starke Sechstage-Rally
  • Analyst sieht Hype um Nahost-Krise als überzogen
  • Gespaltene Einschätzungen mit breitem Kurszielspektrum
  • Quartalszahlen als nächster wichtiger Prüfstein

Achtzehn Prozent in sechs Handelstagen — dann kam die Ernüchterung. Kepler Cheuvreux hat BASF von „Buy“ auf „Hold“ zurückgestuft und damit die jüngste Aufwärtsbewegung der Aktie abrupt unterbrochen.

Analyst Christian Faitz begründet den Schritt mit einer kritischen Einschätzung der Kursrally: Der Anstieg sei zu einem erheblichen Teil auf einen „Hype“ rund um die Nahost-Krise zurückzuführen, der die Realität überzeichne. Die Annahme, dass eine Verknappung globaler Chemikalienversorgung europäische Anbieter wie BASF als absolute Gewinner positioniere, hält Faitz für übertrieben. BASF sei eben nicht vollständig gegen die Risiken des Konflikts abgeschirmt. Sein Kursziel senkte er von 56 auf 54 Euro.

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Analysten-Lager bleibt gespalten

Das Bild unter den Analysten ist uneinheitlich. Goldman Sachs empfiehlt die Aktie weiterhin mit einem Kursziel von 62 Euro zum Kauf, während UBS bei einem neutralen Rating lediglich 47 Euro anpeilt. Das mittlere Konsens-Kursziel liegt bei 49,52 Euro — und damit bereits unterhalb des aktuellen Kursniveaus von 52,78 Euro, auf dem die Aktie gestern ein neues 52-Wochen-Hoch markierte.

Parallel zu den Analystenkommentaren gab es zwei weitere Neuigkeiten: BASF veröffentlichte seine aktualisierte ESG Investment Story, wonach integrierte Kraft-Wärme-Anlagen im Jahr 2025 rund 5,2 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente vermieden. Zudem übernahm Thomas Biegi zum 1. April die Leitung der Unternehmenskommunikation — ein Wechsel, der ihn in eine strukturell schwierige Phase führt, in der BASF mit Stellenabbau, hohen Energiekosten und Überkapazitäten in China kämpft.

Q1-Zahlen als nächster Prüfstein

Am 30. April legt BASF auf der Hauptversammlung in Mannheim zeitgleich seine Q1-Ergebnisse vor. Dann wird sich zeigen, ob die eingeleiteten Preiserhöhungen tatsächlich bei den Margen ankommen oder ob Volumeneinbußen den Effekt neutralisieren. Zusätzlich belastet ein schwächerer US-Dollar das laufende Quartal mit rund 200 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro — der Mittelwert von 6,6 Milliarden liegt unter den Konsensschätzungen von 7,0 Milliarden.

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