BASF Aktie: Kostendruck trifft Wachstumsplan

Höhere Energie- und Rohstoffkosten belasten BASF; in Taiwan plant der Konzern zusätzliche Kapazitäten, Europas Polyamid-Geschäft bleibt offen.

Die Kernpunkte:
  • Erzeugerpreise steigen im September um 6,7 Prozent
  • BASF plant zusätzliche Kapazitäten in Taiwan
  • Polyamid-Gemeinschaftsunternehmen bleibt unverbindlich
  • BASF-Aktie notiert zeitweise bei rund 52,50 Euro

Steigende Energiepreise belasten die deutsche Industrie, und BASF steht dabei mittendrin. Der Chemiekonzern setzt parallel auf Wachstum in Asien und baut sein Europa-Geschäft um.

Erzeugerpreise sorgen für Kostendruck

Die deutschen Erzeugerpreise stiegen im September um 6,7 Prozent. Das ist der stärkste Anstieg seit März 2023. Besonders Energie, Metalle und chemische Grundstoffe verteuerten sich. Für BASF sind gerade Energie- und Rohstoffkosten ein zentraler Hebel für die Marge.

Hinzu kommt das Niedrigwasser am Rhein, für den Standort Ludwigshafen ein heikles Thema. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hält die Lage trotz kühlerem Wetter und Regen weiterhin für herausfordernd. Versorgungsengpässe habe es nicht gegeben, doch Deutschland müsse sich auf wiederkehrende Niedrigwasserphasen einstellen.

Die Bundesregierung will die Umrüstung auf niedrigwassertaugliche Schiffe fördern, langfristig soll der Rhein ausgebaut werden. Grünen-Politiker Tarek Al-Wazir hält das für unzureichend. Die Verkehrsministerkonferenz behandelt das Thema am Mittwoch und Donnerstag.

Taiwan: Mehr Kapazität für Chipmaterialien

Auf der Wachstumsseite hat BASF eine Absichtserklärung mit dem taiwanischen Wirtschaftsministerium unterzeichnet. Geplant sind zusätzliche Produktionskapazitäten für Spezialchemikalien, bessere Qualitätsanalytik und ein erweitertes Innovationszentrum in Taoyuan.

Der Konzern will damit von der Nachfrage nach modernen Halbleitern profitieren, auch durch Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz. Taiwan gewinnt für BASF an Gewicht: Die globale Einheit für Elektronikmaterialien wird seit 2025 von dort geführt. Kunden sollen kürzere Wege und schnellere technische Unterstützung bekommen.

In China betreibt BASF seit März zudem den integrierten Verbundstandort in Zhanjiang, eine der größten Einzelinvestitionen der Firmengeschichte.

Europa: Polyamid-Geschäft auf dem Prüfstand

Auf dem Heimatkontinent geht es um Effizienz. Mit der chinesischen Highsun Holding Group hat BASF eine unverbindliche Absichtserklärung für ein mögliches Gemeinschaftsunternehmen im Bereich Polyamid 6 unterzeichnet. Die europäischen Aktivitäten beider Partner könnten gebündelt werden. Ziel sind bessere Anlagenauslastung, niedrigere Kosten und eine stärkere Wettbewerbsposition.

Die Aktie zeigte sich am Dienstag kaum bewegt und lag zeitweise bei rund 52,50 Euro im XETRA-Handel. Eine endgültige Entscheidung zum Polyamid-Projekt steht aus, es handelt sich bislang nur um eine Absichtserklärung. Wie stark die höheren Energiepreise die Zahlen belasten, zeigt sich spätestens mit den nächsten Quartalsergebnissen.

Anzeige

Stand heute, 21. Oktober: BASF – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in BASF investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 21. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

BASF: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu BASF