BASF Aktie: Milliarden-Deal trifft Skepsis

BASF verkauft seine Coatings-Sparte für 7,7 Mrd. Euro, doch eine gedämpfte Jahresprognose und negative Währungseffekte belasten die Aktie. Analysten sind tief gespalten.

Die Kernpunkte:
  • Milliardenverkauf der Lacksparte an Carlyle und QIA
  • Gedämpfte Jahresprognose unter Analystenerwartungen
  • Aktienkurs rutscht unter wichtige Chartmarke
  • Analysten mit extrem unterschiedlichen Kurszielen

Der Chemiekonzern BASF treibt den strategischen Umbau voran und trennt sich für eine Milliardensumme mehrheitlich von seiner Lacksparte. Obwohl die Transaktion massiv Liquidität in die Kassen spült, reagiert der Markt ausgesprochen verhalten. Eine vorsichtige Jahresprognose und ein eingetrübtes Chartbild überschatten den Geldregen aus dem Beteiligungsverkauf.

Milliardenzufluss durch Coatings-Verkauf

Im zweiten Quartal 2026 soll der Verkauf von BASF Coatings an den US-Finanzinvestor Carlyle und die Qatar Investment Authority (QIA) abgeschlossen werden. Die Transaktion bewertet das Geschäft mit 7,7 Milliarden Euro und beschert den Ludwigshafenern einen Vorsteuer-Mittelzufluss von rund 5,8 Milliarden Euro. Durch den Verbleib einer 40-prozentigen Minderheitsbeteiligung an der neu formierten Einheit sichert sich der Konzern gleichzeitig die Chance, von künftigen Aufschwüngen im zyklischen Lackmarkt zu profitieren.

Schwacher Ausblick drückt auf den Kurs

Dass die Euphorie über die frischen Mittel ausbleibt, liegt maßgeblich an der gedämpften Unternehmensprognose. Für das laufende Jahr stellt das Management ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro in Aussicht. Damit verfehlt selbst die Obergrenze die durchschnittlichen Analystenerwartungen von knapp über sieben Milliarden Euro. Zusätzlich belasten negative Währungseffekte durch den schwächeren US-Dollar das erste Quartal.

Diese Gemengelage drückt die Aktie spürbar nach unten. Mit einem aktuellen Kurs von 45,15 Euro ist das Papier unter die 100-Tage-Linie bei 45,79 Euro gerutscht und nähert sich nun dem langfristigen 200-Tage-Durchschnitt.

Analysten bewerten Lage extrem unterschiedlich

Entsprechend der gemischten Nachrichtenlage präsentiert sich das Bild der Experten zutiefst gespalten. Die massive Spanne der Kursziele spiegelt die Unsicherheit über den Zeitpunkt einer Erholung im Chemiezyklus sowie die Umsetzung des auf 2,3 Milliarden Euro erhöhten Sparprogramms wider:

  • Goldman Sachs (Buy): Kursziel 62 Euro – verweist auf strukturelle Kostenhebel und Erholungspotenzial bei anziehender Industrienachfrage.
  • UBS (Neutral): Kursziel 47 Euro – mahnt zur Vorsicht wegen anhaltender Überkapazitäten in den Kernmärkten.
  • J.P. Morgan (Underweight): Kursziel 36 Euro – sieht den Aktienkurs derzeit von den fundamentalen Kennzahlen entkoppelt.

Der nächste konkrete Impulsgeber für die Aktie ist die Hauptversammlung am 30. April 2026 in Mannheim. Neben der Abstimmung über die Dividende von 2,25 Euro je Aktie wird das Management dort die Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Diese Ergebnisse werden den tatsächlichen Einfluss der Währungseffekte beziffern und aufzeigen, wie schnell das erweiterte Kostensenkungsprogramm erste bilanzielle Erfolge liefert.

BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 23. März liefert die Antwort:

Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu BASF