BASF Aktie: Nanjing-Deal ist unter Dach und Fach
BASF meldet einen vereinbarten Geschäftsverkauf in Chile, Aktienrückkäufe und eine höhere EBITDA-Prognose für 2026.

- BASF-Aktie gibt 2,9 Prozent nach
- Palatal-Verkauf in Chile vereinbart
- LBBW setzt Kursziel auf 57 Euro
- EBITDA-Ausblick für 2026 angehoben
BASF geriet am Freitag in den Sog eines breiten europäischen Ausverkaufs; die Aktie verlor 2,9%. Reuters berichtete von sinkender Risikobereitschaft wegen Sorgen um KI-Investitionen nach dem US-Wahlausgang. Der DAX fiel dabei stärker als andere regionale Börsen.
Verkauf in Chile vereinbart
BASF vereinbarte am Freitag den Verkauf ihres Palatal-Geschäfts in Chile an ALTA Performance Materials. Der Abschluss steht unter üblichen Bedingungen, einschließlich behördlicher Genehmigungen. Die Transaktion ist damit vereinbart, aber noch nicht vollzogen.
Beim Übernahmeangebot für Evonik bleibt der Widerstand bestehen. Wie das Handelsblatt am Donnerstag berichtete, bekräftigte Evoniks Interimschef Claus Rettig die Ablehnung des BASF-Angebots von 24 Euro je Evonik-Aktie. Dieses bewertet Evonik mit mehr als elf Milliarden Euro.
Eine neue Analysteneinschätzung gab es am Mittwoch: Medienberichten zufolge erhöhte die LBBW ihr Kursziel für BASF von 56 auf 57 Euro. Die Einstufung beließ die Bank bei „Halten“.
Neuer Produktionsstandort und Aktienrückkäufe
BASF unterzeichnete am Dienstag mit der Nanjing Jiangbei New Area eine Investitionsvereinbarung für einen neuen Elektronikmaterialien-Produktionsstandort in Nanjing. Nach Unternehmensangaben ist die Inbetriebnahme bis Ende 2028 vorgesehen.
Zum Kapitalrückfluss an die Aktionäre veröffentlichte BASF am 2. November eine weitere Mitteilung. Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms kaufte das Unternehmen vom 26. bis einschließlich 30. Oktober insgesamt rund 355.000 Aktien zurück.
Den finanziellen Hintergrund bildet die vor rund zwei Wochen angehobene EBITDA-Prognose vor Sondereinflüssen für 2026. BASF erhöhte die erwartete Spanne auf 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro. Zuvor hatte das Unternehmen 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro erwartet. Für das dritte Quartal 2026 meldete BASF einen Umsatz von 16,4 Milliarden Euro.
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