BASF Aktie: Oppanol N PLUS gegen PVDF-Standard
BASF präsentiert mit Oppanol N PLUS einen innovativen Binder für Feststoffbatterien und unterstreicht damit seine Ambitionen im Zukunftsmarkt der Elektromobilität.

- Neuer Binder Oppanol N PLUS vorgestellt
- PIB-basiert für Feststoffbatterien geeignet
- Vorteile gegenüber herkömmlichem PVDF
- CoreShift-Programm senkt Fixkosten deutlich
BASF zeigt auf der Battery Show Europe in Stuttgart einen neuen Binder für Feststoffbatterien. Das klingt nach Nischentechnik — ist aber ein strategischer Zug in einen Markt, der die Elektromobilität neu definieren könnte.
Alter Werkstoff, neues Einsatzfeld
Der neue Binder heißt Oppanol N PLUS und basiert auf Polyisobutylen (PIB). Diese Werkstoffklasse hat BASF seit 95 Jahren im Portfolio — von Kaugummi über Dachmembranen bis hin zu Kabelisolierungen.
Jetzt zielt BASF damit auf Feststoffbatterien. Der entscheidende Vorteil gegenüber dem bisherigen Marktstandard PVDF: PIB ist nicht-polar und kohlenwasserstoffbasiert. Das macht es chemisch verträglich mit empfindlichen Festelektrolyten, insbesondere sulfidischen Systemen, die auf polare Polymere aggressiv reagieren.
PVDF wiederum braucht das toxische Lösungsmittel NMP. Das zwingt Batteriehersteller zu teuren Rückgewinnungsanlagen. Oppanol N PLUS umgeht dieses Problem.
Was der Binder konkret leistet
In der Batterie hält der Binder Kathode, Anode und Elektrolyt zusammen — und trennt sie gleichzeitig voneinander. Seine hohe Elastizität kompensiert mechanische Spannungen beim Laden und Entladen. Das verlängert die Lebensdauer der Zelle.
BASF betont außerdem die enge Produktspezifikation. Sie reduziert die Streuung im Fertigungsprozess, senkt den Qualitätskontrollaufwand und beschleunigt Produktionsanpassungen. Für Batteriehersteller, die auf Skalierung angewiesen sind, ist das ein handfestes Argument.
CoreShift und der Blick auf den 30. Juli
Die Produktneuheit kommt in einer Phase, in der BASF intern kräftig spart. Das Programm „CoreShift“ soll bis 2029 die zahlungswirksamen Fixkosten im Kerngeschäft um bis zu 20 Prozent senken — gegenüber 2024. Ein separater Kostensenkungsplan läuft parallel und soll bis Ende 2026 jährliche Einsparungen von rund 2,3 Milliarden Euro liefern.
Das Kerngeschäft umfasst vier Segmente: Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition & Care. Zusammen erzielen sie rund 40 Milliarden Euro Jahresumsatz.
Hinzu kommt ein auslaufendes Aktienrückkaufprogramm. Es endet Ende Juni. Allein in der ersten Juniwoche kaufte BASF rund 2,75 Millionen eigene Aktien zurück — insgesamt seit Programmstart rund 27,8 Millionen Stück. Einen konkreten Folgeplan hat das Management bislang nicht vorgelegt. Zwischen 2025 und 2028 will BASF mindestens 12 Milliarden Euro über Dividenden und Rückkäufe ausschütten — das Tempo der nächsten Tranche bleibt offen.
Die Aktie notiert bei 48,05 Euro und liegt damit rund 8 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Der RSI von 30,6 signalisiert eine überverkaufte technische Lage. Am 30. Juli legt BASF den Halbjahresbericht vor — dann wird das Management auch seinen Jahresausblick neu justieren müssen.
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 10. Juni liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




