BASF Aktie: Preise rauf, Kosten rauf

Der Chemiekonzern BASF reagiert auf steigende Kosten mit deutlichen Preiserhöhungen in mehreren Produktbereichen, während die Profitabilität unter Druck bleibt.

Die Kernpunkte:
  • Dreifache Preiserhöhung an einem Tag
  • Kostendruck durch Rohstoffe und Logistik
  • Sparprogramm übertrifft Einsparziele
  • Erwartetes EBITDA für 2026 sinkt

Dreifache Preiserhöhung an einem einzigen Tag — das ist kein Zufall. BASF hat heute gleichzeitig für mehrere Produktbereiche neue Preise ausgerufen und macht damit transparent, wie stark der Kostendruck auf den Konzern lastet.

Hormuz-Effekt trifft die Lieferketten

Die Begründung ist konkret: Rohstoffkosten steigen, Logistik wird teurer, Energie bleibt belastet. Hinzu kommt ein geopolitischer Faktor, der die Lage verschärft. Irans effektive Blockade der Straße von Hormuz hat die Ölpreise nach oben getrieben und Engpässe bei Einsatzstoffen wie Ammoniak, Phosphat und Schwefel verursacht. Der Branchenverband VCI warnte bereits vergangene Woche vor ernsthaften Störungen.

Die Preisanpassungen sind entsprechend deutlich. Für das Home-Care- und Reinigungsportfolio steigen die Preise in Europa um bis zu 30 Prozent — teils sofort, teils sobald bestehende Verträge es zulassen. Für den Polyalkohol Neopentylglykol greift eine Erhöhung um 350 Euro je Metriktonne, für Ameisensäure um 250 Euro je Metriktonne. Bereits Anfang März hatte BASF Preise im Stabilisatoren-Portfolio weltweit um bis zu 20 Prozent erhöht.

Sparprogramm läuft — Margen sinken trotzdem

BASF arbeitet parallel intensiv an der eigenen Kostenbasis. Bis Ende 2025 erreichte der Konzern eine jährliche Einsparrate von rund 1,7 Milliarden Euro — 100 Millionen mehr als geplant. Das Ziel für Ende 2026 liegt nun bei 2,3 Milliarden Euro. Trotzdem sank das EBITDA vor Sondereinflüssen 2025 auf 6,6 Milliarden Euro, nach 7,2 Milliarden im Vorjahr. Für 2026 erwartet der Konzern 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro.

Die Preiserhöhungen signalisieren dabei eine klare strategische Entscheidung: BASF will Kostendruck aktiv an Abnehmer weitergeben, statt ihn vollständig intern aufzufangen. Ob der schwache Markt diese Weitergabe zulässt, ist die eigentliche offene Frage. Branchenprognosen haben sich zuletzt deutlich eingetrübt — das erwartete Wachstum für 2026 liegt nur noch bei 2,0 Prozent.

Am 30. April präsentiert BASF die Quartalszahlen für Q1 2026 und stellt sich auf der Hauptversammlung in Mannheim den Aktionären. Dann zeigt sich, ob die Preisoffensive die Margen tatsächlich stabilisiert hat.

BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 18. März liefert die Antwort:

Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu BASF