BASF Aktie: Sichert Grundstück für MDI-Komplex

BASF sichert Grundstück für möglichen MDI-Komplex in Indien und bereitet den Börsengang von Agricultural Solutions bis 2027 vor.

Die Kernpunkte:
  • Grundstück für MDI-Anlage gesichert
  • Investitionsentscheidung in Indien noch offen
  • Vier Banken koordinieren geplanten Agrar-IPO
  • Börsenreife bis Mitte 2027 angestrebt

Der Ludwigshafener Chemiekonzern treibt seine strategischen Überlegungen in Asien voran. Über die Tochtergesellschaft BASF India Polyurethanes Private Limited prüft das Unternehmen eine potenzielle Großinvestition in Indien. Im Fokus steht die Errichtung eines neuen Produktionskomplexes für Diphenylmethandiisocyanat (MDI) am Standort Dahej im Bundesstaat Gujarat.

Standortoption in Dahej gesichert

Für das Vorhaben hat sich der Konzern vor Ort bereits ein Industriegrundstück gesichert. Damit schafft das Unternehmen die räumliche Grundlage für eine mögliche Realisierung des Projekts. Eine endgültige Investitionsentscheidung für den MDI-Komplex ist allerdings noch nicht gefallen. Der Chemiewerkstoff MDI dient vor allem als wesentlicher Ausgangsstoff für Polyurethane, die unter anderem in der Bau- und Automobilindustrie eingesetzt werden.

An der Börse zeigte sich das Papier zuletzt stabil. Im gestrigen Handel legte die Aktie um 1,2 Prozent zu und beendete den Tag bei einem Schlusskurs von 51,93 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel einen Zuwachs von 17 Prozent.

Vorbereitungen für Agrar-Börsengang laufen

Neben den Ausbauplänen in Indien strukturiert das Management das Konzernportfolio um. Wie Reuters vor gut einer Woche berichtete, hat BASF vier internationale Investmentbanken mandatiert: Citi, Deutsche Bank, Goldman Sachs und J.P. Morgan agieren als globale Koordinatoren, um den geplanten Börsengang der Sparte Agricultural Solutions vorzubereiten.

Das Unternehmen strebt die Börsenreife des Agrargeschäfts bis Mitte 2027 an. Ein finaler Beschluss über die tatsächliche Umsetzung sowie das genaue Timing liegt derzeit jedoch noch nicht vor.

Parallel dazu meldete der Konzern im Bereich Prozesstechnik operative Fortschritte. Am 9. September gab BASF bekannt, dass der US-Konzern Cheniere Energy die Durasorb-LNG-MAX-Technologie in Betrieb genommen hat. Die Technologie kommt in dessen Anlage im texanischen Corpus Christi zum Einsatz. Die Installation umfasst mehrere mittelgroße sowie große Verflüssigungszüge und dient der Gasbehandlung bei der Flüssigerdgas-Produktion.

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