BASF Aktie: Silikategeschäft an PQ verkauft
BASF verkauft Silikate an PQ und startet CoreShift-Programm. Fixkosten in Kerngeschäften sollen bis 2029 um 20 Prozent sinken.
- Verkauf der Silikatsparte an US-Konzern PQ
- Start des CoreShift-Transformationsprogramms
- Fixkostenreduktion um 20 Prozent bis 2029
- Aktie nahe 52-Wochen-Hoch bei 52,10 Euro
Der Chemiekonzern BASF macht ernst mit der Neuausrichtung. Das Unternehmen verkauft sein Silikategeschäft an den US-Konzern PQ und startet ein umfassendes Sparprogramm. Ziel: Die Fixkosten in den Kerngeschäften bis 2029 um ein Fünftel drücken. Analysten sehen darin einen wichtigen Schritt – die Aktie reagiert jedoch verhalten.
Verkauf an PQ
BASF hat die Unterzeichnung der Vereinbarung bestätigt. Verkauft werden die Silikat-Aktiva am Standort Düsseldorf/Holthausen. Der Abschluss soll im zweiten Halbjahr 2026 erfolgen, vorausgesetzt die Kartellbehörden geben grünes Licht. Der Schritt ist Teil der Portfoliobereinigung. Das Unternehmen will sich auf margenstärkere Felder konzentrieren.
CoreShift-Programm gestartet
Parallel zum Verkauf leitet BASF eine neue Phase der „Winning Ways“-Strategie ein. Das interne „CoreShift“-Programm umfasst Transformationsprojekte über alle Kerngeschäfte hinweg – Chemicals, Materials, Industrial Solutions sowie Nutrition & Care. Diese vier Segmente erwirtschaften zusammen rund 40 Milliarden Euro Jahresumsatz.
Die Kernvorgabe: bis 2029 die zahlungswirksamen Fixkosten um bis zu 20 Prozent gegenüber 2024 senken. Die Umsetzung dürfte weiteren Stellenabbau nach sich ziehen. Geleitet wird das „Core Transformation Office“ von Julia Raquet, die direkt an Vorstandschef Markus Kamieth berichtet.
Restrukturierung auf Kurs
Die neuen Maßnahmen bauen auf früheren Einsparzielen auf. BASF hatte bereits jährliche Kostensenkungen von 2,3 Milliarden Euro bis Ende 2026 angepeilt. Bis März dieses Jahres waren davon 1,9 Milliarden Euro realisiert.
Im ersten Quartal 2026 erzielte der Konzern ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 2,4 Milliarden Euro – gestützt auf solides Mengenwachstum, vor allem in China.
Die BASF-Aktie notierte zuletzt bei 52,10 Euro. Das liegt knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 54,70 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 16,45 Prozent. Technische Indikatoren deuten auf Überhitzung: Der RSI liegt bei 89,5 – ein Wert, der oft als überkauft gilt. Die Börse scheint die Restrukturierung bereits einzupreisen. Ob die Kostensenkungen bis 2029 tatsächlich greifen, wird sich an den Zahlen der kommenden Jahre messen lassen müssen.
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