BASF Aktie: Spagat beim Umbau
Der Chemiekonzern kürzt Kosten und Investitionen, während ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm die Aktionäre entschädigt. Die Gewinnprognose für 2026 bleibt hinter den Erwartungen zurück.

- Gedämpfte Prognose für das operative Ergebnis 2026
- Kostenreduktion um 2,3 Milliarden Euro bis Ende 2026
- Massives Aktienrückkaufprogramm über vier Milliarden Euro
- Stabile Dividende trotz schwierigem Marktumfeld
Der Ludwigshafener Chemiekonzern durchläuft derzeit eine der härtesten Umstrukturierungen seiner Geschichte. Während tausende Stellen wegfallen und die Gewinnprognose für 2026 hinter den Erwartungen zurückbleibt, fließen gleichzeitig Milliarden in den Rückkauf eigener Papiere. Diese Mischung aus striktem Sparkurs und aggressiver Kapitalrückgabe hievt den Kurs am Donnerstag um über vier Prozent auf 48,32 Euro.
Gedämpfte Prognose erzwingt harte Einschnitte
Das abgelaufene Geschäftsjahr hinterließ mit einem Umsatzrückgang auf knapp 59,7 Milliarden Euro deutliche Bremsspuren in der Bilanz. Auch der Blick nach vorn fällt vorsichtig aus. Für 2026 peilt das Management ein operatives Ergebnis (EBITDA vor Sondereinflüssen) von durchschnittlich 6,6 Milliarden Euro an und verfehlt damit die Analystenschätzungen von rund 7,0 Milliarden Euro spürbar. Währungseffekte durch einen schwachen US-Dollar und ein anhaltend schwieriges europäisches Marktumfeld belasten die Margen.
Als Reaktion verschärft der Vorstand die Gangart. Bis Ende 2026 sollen die jährlichen Kosten nun um 2,3 Milliarden Euro sinken. Neben den bereits gestrichenen 4.800 Stellen werden weitere IT- und Verwaltungsfunktionen nach Indien und Malaysia verlagert. Zudem kürzt der Konzern die Sachinvestitionen für die kommenden vier Jahre rigoros um ein Fünftel auf 13 Milliarden Euro.
Milliarden fließen an die Anteilseigner
Trotz des operativen Gegenwinds bedient das Unternehmen seine Aktionäre weiterhin großzügig. Obwohl der freie Cashflow die Ausschüttung 2025 nicht vollständig deckte, bleibt die Dividende bei 2,25 Euro je Anteilsschein stabil. Flankiert wird dies durch ein massives Aktienrückkaufprogramm, das aktuell auf Hochtouren läuft.
Allein in der ersten Märzwoche zog BASF mehr als 3,5 Millionen eigene Aktien aus dem Verkehr. Diese bis Juni befristete Tranche über 1,5 Milliarden Euro ist lediglich der Auftakt eines umfassenden Pakets, das bis 2028 ein Volumen von vier Milliarden Euro erreichen soll. Die konsequente Einziehung der erworbenen Papiere verdichtet den Gewinn je Aktie und stützt die Bewertung während der laufenden Restrukturierung.
Die Transformation des Chemieriesen erfordert einen langen Atem, da CEO Markus Kamieth frühestens 2027 mit einer spürbaren Markterholung rechnet. Bis dahin fungieren die zugesagten Ausschüttungen von insgesamt mindestens 12 Milliarden Euro als finanzielle Brücke für die Investoren. Der nächste konkrete Termin für Anleger steht bereits fest: Nach der Hauptversammlung Ende April wird das Papier am 4. Mai 2026 mit dem Dividendenabschlag gehandelt.
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