BASF Aktie: Sparkurs schlägt Erwartungen

Der Chemiekonzern treibt seine Umstrukturierung mit einem Milliarden-Deal und Standortverkäufen voran. Die Kosteneinsparungen liegen deutlich über Plan, was zu einem deutlichen Kursanstieg führt.

Die Kernpunkte:
  • Milliarden-Deal für Autolackgeschäft kurz vor Abschluss
  • Verkauf von Standort Höchst beendet kostenintensive Strukturen
  • Kostensenkungsziele deutlich übertroffen und erhöht
  • Aktienkurs erreicht neues 52-Wochen-Hoch

Der Chemiekonzern BASF drückt beim Konzernumbau aufs Tempo. Mit dem bevorstehenden Abschluss eines 7,7-Milliarden-Euro-Deals und dem Rückzug aus dem Frankfurter Industriepark Höchst trennt sich das Management konsequent von Randbereichen. Gleichzeitig übertrifft das Unternehmen die eigenen Einsparziele deutlich, was an der Börse für spürbaren Rückenwind sorgt.

Milliarden-Deal und Standortschließungen

Im Zentrum der Umstrukturierung steht das Geschäft mit Autolacken. Die im Herbst 2025 angekündigte Transaktion mit dem Finanzinvestor Carlyle und der Qatar Investment Authority steht kurz vor dem Abschluss. BASF kassiert für den Teilverkauf rund 5,8 Milliarden Euro vor Steuern, behält aber einen Anteil von 40 Prozent an der neuen Gesellschaft. Für die Leitung des auszugliedernden Unternehmens wurde nun Jens Lühring als künftiger CEO nominiert, der den Übergang im zweiten Quartal 2026 vollziehen soll.

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Parallel dazu zieht sich der Konzern weiter aus dem deutschen Standortnetz zurück. Die Produktionsanlagen im Industriepark Höchst gehen an die ProChem InnoTec GmbH. BASF hatte die dortige Herstellung von Glufosinat-Ammonium bereits Ende 2024 wegen des hohen Kostendrucks komplett eingestellt. Der endgültige Verkauf befreit das Unternehmen nun von stillgelegten, kostenintensiven Strukturen.

Preiserhöhungen stützen die Marge

Neben den Verkäufen greift das Management auch operativ hart durch. Wegen gestiegener Energie- und Logistikkosten infolge des Nahostkonflikts hebt BASF die Preise für sein Commodity-Amines-Portfolio in Europa um bis zu 30 Prozent an. Diese strikte Margenverteidigung flankiert das interne Sparprogramm, das der Zeitplanung spürbar voraus ist. Bis Ende 2025 realisierte der Konzern Einsparungen von 1,7 Milliarden Euro und hob das Ziel für das laufende Jahr auf 2,3 Milliarden Euro an.

Anleger honorieren diese stringente Ausrichtung. Am heutigen Montag kletterte der Kurs exakt auf ein neues 52-Wochen-Hoch bei 52,56 Euro. Damit verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein beachtliches Plus von rund 17,5 Prozent. Analysten der DZ Bank reagierten bereits auf die operativen Fortschritte und hoben den fairen Wert der Papiere auf 55 Euro an.

Der nächste konkrete Prüfstein für diese Bewertung folgt am 30. April 2026. Auf der Hauptversammlung wird das Management die Zahlen für das erste Quartal präsentieren und detailliert aufschlüsseln, wie stark das erweiterte Kostensenkungsprogramm die aktuelle Bilanz entlastet.

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