BASF Aktie: Sparmodus

BASF reagiert auf schwache 2025-Zahlen mit drastischen Sparmaßnahmen und reduziert die Investitionsplanung um über 30%. Der Ausblick für 2026 bleibt eng.

Die Kernpunkte:
  • Sparziel bis Ende 2026 auf 2,3 Mrd. Euro erhöht
  • Investitionsrahmen wird um über 30% gekürzt
  • Bereinigtes EBITDA für 2025 lag unter den Erwartungen
  • Aktie verliert nach Vorstellung der Pläne an Wert

BASF stellt sich für 2026 auf ein weiteres „Übergangsjahr“ ein – und dreht dafür spürbar an zwei Stellschrauben: weniger Kosten, weniger Investitionen. Nach Zahlen für 2025, die bei Umsatz und Ergebnis hinter den Erwartungen zurückblieben, will der Konzern Gegenwind nicht aussitzen, sondern aktiv gegensteuern. Was heißt das konkret für Ergebnis, Cashflow und die nächsten Schritte?

Strengere Ziele, weniger Investitionen

Im Zentrum steht ein verschärfter Sparkurs. BASF erhöht das Sparziel bis Ende 2026 auf 2,3 Mrd. Euro. Gleichzeitig soll der Rahmen für Sachinvestitionen in den Jahren 2026 bis 2029 auf 13 Mrd. Euro begrenzt werden – laut Unternehmen eine Kürzung um über 30% gegenüber der bisherigen Planung.

Mit den Einschnitten geht auch weiterer Personalabbau einher: Zwischen Ende 2023 und Ende 2025 sollen 4.800 Stellen wegfallen. Besonders belastend: Der Standort Ludwigshafen verzeichnete operativ einen Milliardenverlust.

2025: Ziel verfehlt – Cashflow überrascht

Für 2025 meldete BASF ein bereinigtes EBITDA von 6,6 Mrd. Euro und verfehlte damit sowohl die eigene Prognosespanne als auch den Analystenkonsens. Der Umsatz sank um rund 3% auf 59,7 Mrd. Euro.

Einen Lichtblick lieferte der Free Cash Flow: Mit 1,3 Mrd. Euro fiel er überraschend stark aus und lag klar über den Prognosen. Der Nettogewinn profitierte zudem von einer Erstattung für enteignete Vermögenswerte in Russland. An der Ausschüttung hält BASF fest: Die Dividende für 2025 soll stabil bei 2,25 Euro je Aktie bleiben.

Ausblick 2026: Spanne bleibt eng, Währungen als Risiko

Für 2026 stellt BASF ein bereinigtes EBITDA von 6,2 bis 7,0 Mrd. Euro in Aussicht. Zusätzlich könnten Währungseffekte belasten: Allein im 1. Quartal 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Gegenwind von bis zu 200 Mio. Euro.

An der Börse kam der Ausblick zuletzt nicht gut an. Mit 47,14 Euro schloss die Aktie gestern (Montag) und liegt auf 7-Tage-Sicht 3,48% im Minus. Gleichzeitig bewegt sich der Kurs nur knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt (46,84 Euro) – ein Hinweis darauf, dass der Markt nach den neuen Vorgaben erst wieder Boden finden muss.

Zum ohnehin schwierigen Umfeld kommen geopolitische Spannungen: Berichten zufolge hat BASF wegen des Konflikts im Nahen Osten interne Krisenmechanismen aktiviert. In diesem Kontext stufte mwb research die Aktie zuletzt von „Buy“ auf „Hold“ herab.

Unterm Strich setzt BASF für 2026 klar auf Disziplin: mehr Einsparungen, deutlich weniger Investitionen und ein EBITDA-Ausblick, der kaum Spielraum für Enttäuschungen lässt – während Währungsrisiken bereits für das erste Quartal konkret beziffert sind.

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